PDC Women’s Series: Pruim kämpft um letztes WM-Ticket

PDC Women’s Series: Vicky Pruim kämpft heute um das letzte WM-Ticket
Die PDC Women’s Series 2026 geht heute in Wigan in ihre endgültige Entscheidung. Mit den Turnieren 23 und 24 stehen nur noch zwei Wettbewerbe auf dem Programm. Mehrere große Fragen sind bereits beantwortet, doch ein wichtiger Platz ist noch offen: Wer erhält das letzte Ticket für die kommende Darts-WM im Alexandra Palace?
Die beste Ausgangslage besitzt Vicky Pruim.
Die Schwedin steht nach ihrem starken Samstag auf Rang fünf der Jahreswertung und liegt vor Deta Hedman. Für Pruim könnte der Sonntag damit zu einem historischen Tag werden.
Beau Greaves, Lisa Ashton, Fallon Sherrock und Gemma Hayter haben ihre WM-Teilnahmen bereits sicher. Nun konzentriert sich der Kampf auf den letzten freien Platz.
Pruim verbessert ihre Ausgangslage mit starkem Finale
Vicky Pruim begann das letzte Wochenende der Saison genau so, wie sie es brauchte.
Bei Turnier 21 spielte sie sich bis ins Finale.
Im Viertelfinale gelang ihr dabei ein wichtiger 5:4-Sieg gegen Lisa Ashton. Anschließend setzte sie sich mit 5:2 gegen Kirsi Viinikainen durch und erreichte das Endspiel.
Dort wartete Beau Greaves.
Pruim hielt die Partie lange offen, musste sich der dominierenden Spielerin der Saison am Ende aber mit 3:5 geschlagen geben.
Der Finaleinzug brachte ihr trotzdem wertvolles Preisgeld für die Jahreswertung.
Beim zweiten Turnier des Tages kam sie nicht erneut so weit. Ihre Position im Kampf um das WM-Ticket blieb dennoch stark.
So sieht die Spitze vor den letzten beiden Turnieren aus
Nach Turnier 22 führt Beau Greaves die Wertung mit großem Abstand an.
Die wichtigsten Positionen:
1. Beau Greaves – 39.700 Pfund
2. Lisa Ashton – 17.750 Pfund
3. Fallon Sherrock – 12.900 Pfund
4. Gemma Hayter – 10.600 Pfund
5. Vicky Pruim – 8.450 Pfund
6. Deta Hedman – 7.300 Pfund
Pruims Vorsprung auf Hedman beträgt damit 1.150 Pfund.
Das klingt komfortabel, ist bei zwei noch ausstehenden Turnieren aber keineswegs uneinholbar.
Für einen Turniersieg gibt es 2.500 Pfund. Bereits ein Halbfinale oder Finale kann die Rangliste deshalb noch deutlich verändern.
Deta Hedman bleibt die größte Gefahr
Pruims wichtigste direkte Konkurrentin ist Deta Hedman.
Die erfahrene Engländerin steht bei 7.300 Pfund und benötigt am Sonntag einen tiefen Lauf.
Sollte Pruim früh ausscheiden und Hedman ein Halbfinale oder Finale erreichen, kann der Abstand schnell verschwinden.
Auch Spielerinnen dahinter besitzen rechnerisch noch Möglichkeiten, doch für sie wird die Aufgabe deutlich schwieriger.
Pruim hat damit einen entscheidenden Vorteil: Sie muss nicht zwingend eines der letzten beiden Turniere gewinnen.
Wenn sie selbst ausreichend Preisgeld sammelt, kann sie ihre Verfolgerinnen aus eigener Kraft auf Abstand halten.
Ein historischer Erfolg für Schweden ist möglich
Für Pruim hätte die Qualifikation besondere Bedeutung.
Die 48-Jährige wurde in den Niederlanden geboren, vertritt inzwischen aber Schweden und gehört seit Jahren zu den erfahrensten Spielerinnen im europäischen Darts.
Ein WM-Ticket würde ihre starke Saison krönen.
Pruim gewann 2026 bereits ein Turnier der Women’s Series und bewies erst am Samstag erneut, dass sie gegen die stärksten Spielerinnen der Serie mithalten kann.
Der Erfolg gegen Lisa Ashton und der anschließende Finaleinzug kamen genau zum richtigen Zeitpunkt.
Jetzt fehlen nur noch wenige erfolgreiche Spiele zum Alexandra Palace.
Greaves jagt weitere Rekorde
An der Spitze gibt es dagegen keinerlei Spannung mehr um den Gesamtsieg.
Beau Greaves hat die Women’s Series 2026 klar dominiert.
Am Samstag gewann sie beide Turniere des Tages und erhöhte ihre Bilanz weiter. Dabei spielte sie zeitweise auf außergewöhnlichem Niveau. Im Viertelfinale von Turnier 21 erreichte sie gegen Rhian O’Sullivan einen Durchschnitt von 101,55 Punkten.
Auch Fallon Sherrock wurde im Halbfinale mit 5:0 geschlagen.
Wenige Stunden später gewann Greaves ebenfalls Turnier 22 und bezwang Gemma Hayter im Finale mit 5:3.
Am Sonntag geht es für Greaves deshalb nicht mehr um die Jahreswertung.
Sie kann ihre ohnehin beeindruckende Titelbilanz lediglich weiter ausbauen.
Sherrock und Hayter können entspannt aufspielen
Auch Fallon Sherrock und Gemma Hayter haben den entscheidenden Druck bereits hinter sich.
Sherrock hat ihre Rückkehr in den Alexandra Palace sicher. Die Engländerin wird damit erneut an jenem Ort antreten, an dem sie mit ihren historischen WM-Siegen weltweite Aufmerksamkeit erlangte.
Hayter löste ihr Ticket durch den Finaleinzug bei Turnier 22.
Lisa Ashton steht ebenfalls als Teilnehmerin fest und hat zusätzlich ihre starke Position für den Grand Slam abgesichert.
Damit richtet sich die Spannung am letzten Tag fast vollständig auf Rang fünf.
Zwei Turniere entscheiden über das letzte WM-Ticket
Turnier 23 und Turnier 24 werden heute beide in Wigan gespielt.
Das bedeutet für Pruim und ihre Verfolgerinnen einen langen und möglicherweise nervenaufreibenden Tag.
Ein schwaches erstes Turnier ist noch nicht automatisch das Ende. Wenige Stunden später gibt es eine zweite Chance.
Genauso schnell kann sich die Lage aber auch verändern.
Ein früher Aus von Pruim kombiniert mit einem tiefen Lauf von Hedman würde den Kampf sofort neu öffnen.
Genau deshalb dürfte bei jedem Ergebnis auch der Blick auf die PDC Women’s Series Rangliste gehen.
Für Beau Greaves geht es um weitere Titel.
Für Vicky Pruim geht es um deutlich mehr.
Nach 22 Turnieren steht die Schwedin unmittelbar vor dem größten PDC-Auftritt ihrer Karriere. Jetzt muss sie ihre Position nur noch durch die letzten beiden Wettbewerbe bringen.
Dann wartet im Dezember der Alexandra Palace.








