Darts-Debakel: Auch Niko Springer scheitert in Maastricht

Deutsches Darts-Debakel in Maastricht: Auch Niko Springer scheitert im Entscheidungsleg
Die Dutch Darts Championship 2026 entwickelt sich für die deutschen Teilnehmer zu einem bitteren Turnier. Nach Max Hopp und Ricardo Pietreczko ist am Freitagabend auch Niko Springer in der ersten Runde ausgeschieden. Der Mainzer unterlag Scott Williams mit 5:6 und musste sich damit ebenso wie seine beiden Landsleute im entscheidenden elften Leg geschlagen geben.
Für Springer ist das frühe Aus besonders enttäuschend. Noch im vergangenen Jahr hatte der Deutsche bei diesem Turnier sensationell das Finale erreicht. Nun endet sein Auftritt in Maastricht bereits nach einer einzigen Begegnung. Damit ruhen die deutschen Hoffnungen auf Martin Schindler, der erst am Samstag in den Wettbewerb einsteigt.
Niko Springer verliert dramatisches Duell gegen Scott Williams
Die Begegnung zwischen Niko Springer und Scott Williams gehörte zu den spannendsten Partien der bisherigen ersten Runde.
Beide Spieler lieferten sich ein enges Duell, das erst beim Stand von 5:5 entschieden wurde. Am Ende behielt Williams die Oberhand und sicherte sich mit 6:5 den Einzug in die zweite Runde.
Für Springer bedeutet die Niederlage einen besonders schmerzhaften Rückschlag. Der Mainzer wollte an seinen Erfolg aus dem Vorjahr anknüpfen und sich erneut vor niederländischem Publikum beweisen.
Stattdessen muss er Maastricht ohne einen einzigen Matchsieg verlassen.
Scott Williams trifft nun am Samstag auf Gerwyn Price. Für den Engländer wartet damit eine anspruchsvolle Aufgabe gegen einen der großen Titelkandidaten.
Vom Vorjahresfinale zum Erstrundenaus
Springers frühes Ausscheiden ist auch deshalb bemerkenswert, weil er hervorragende Erinnerungen an die Dutch Darts Championship hat.
2025 gelang dem Deutschen bei diesem Turnier der bislang größte European Tour Erfolg seiner Karriere. Er spielte sich überraschend bis ins Finale und traf dort auf Jonny Clayton.
Springer erwischte damals einen ausgezeichneten Start und führte zwischenzeitlich mit 5:2. Doch Clayton drehte die Begegnung und gewann schließlich mit 8:6.
Trotz der Finalniederlage war das Turnier für Springer ein wichtiger Meilenstein.
Ein Jahr später verläuft die Dutch Darts Championship völlig anders. Ausgerechnet beim erneuten Anlauf muss sich der Deutsche schon zum Auftakt verabschieden.
Drei Deutsche verlieren mit 5:6 in Maastricht
Besonders außergewöhnlich ist die Bilanz der deutschen Spieler am ersten Turniertag.
Max Hopp, Ricardo Pietreczko und Niko Springer haben ihre Auftaktbegegnungen verloren. Alle drei Matches endeten mit demselben Ergebnis.
| Deutscher Spieler | Gegner | Ergebnis |
|---|---|---|
| Max Hopp | Andrew Gilding | 5:6 |
| Ricardo Pietreczko | Heine Uuldriks | 5:6 |
| Niko Springer | Scott Williams | 5:6 |
Damit entschieden insgesamt nur drei Legs über das Ausscheiden aller drei deutschen Teilnehmer.
Besonders bitter war bereits die Niederlage von Ricardo Pietreczko am Nachmittag. „Pikachu“ spielte gegen den niederländischen Qualifikanten Heine Uuldriks einen hervorragenden Average von 101,74 Punkten.
Trotzdem verlor er mit 5:6. Uuldriks überzeugte mit einer Doppelquote von 85,71 Prozent und entschied die Partie mit einem 81er-Finish im letzten Leg.
Auch Max Hopp musste eine knappe Niederlage hinnehmen. Gegen Andrew Gilding erzielte er mit 89,69 Punkten sogar den höheren Average, unterlag aber ebenfalls mit 5:6.
Mit Springers Niederlage am Abend setzte sich diese ungewöhnliche Serie fort.
Martin Schindler bleibt die letzte deutsche Hoffnung
Nach den drei Erstrundenniederlagen richtet sich der Blick auf Martin Schindler.
„The Wall“ gehört bei der Dutch Darts Championship zu den gesetzten Spielern und steigt deshalb erst am Samstag in der zweiten Runde ein.
Sein Gegner steht bereits fest: Karel Sedlacek setzte sich am Freitagnachmittag mit 6:4 gegen Callan Rydz durch.
Für Schindler ist diese Begegnung besonders wichtig. Der Deutsche kämpft um einen Startplatz bei der European Championship, die vom 22. bis 25. Oktober in Dortmund ausgetragen wird.
Vor dem Turnier lag Schindler auf Platz 31 der European Tour Order of Merit und damit nur knapp innerhalb der entscheidenden Top 32.
Sedlacek befindet sich ebenfalls im Rennen um die EM-Qualifikation.
Ein Sieg wäre für Schindler deshalb nicht nur ein wichtiges Erfolgserlebnis, sondern könnte auch seine Position in der Rangliste entscheidend verbessern.
Dutch Darts Championship: Wer überzeugt bislang?
Während die deutschen Teilnehmer enttäuschten, konnten andere Spieler am Freitag bereits wichtige Siege feiern.
Jeffrey de Graaf besiegte Mickey Mansell mit 6:3 und überzeugte mit einem Average von 100,12 Punkten.
Ryan Joyce gewann gegen Owen Bates deutlich mit 6:0. Dirk van Duijvenbode ließ James Hurrell beim 6:1 ebenfalls kaum eine Chance.
Am Abend setzte sich Sebastian Bialecki mit 6:4 gegen Daryl Gurney durch. William O’Connor besiegte Richard Veenstra mit 6:2, während Niels Zonneveld gegen Mike De Decker mit 6:4 gewann.
Die erste Runde wird mit den verbleibenden Begegnungen fortgesetzt. Die gesetzten Profis greifen am Samstag ins Geschehen ein.
Deutsches Trio früh ausgeschieden: Schindler unter Zugzwang
Für die deutschen Darts-Fans bleibt der Auftakt in Maastricht vor allem wegen der drei knappen Niederlagen in Erinnerung.
Sowohl Hopp als auch Pietreczko und Springer hatten die Möglichkeit, ihre Begegnungen für sich zu entscheiden. Am Ende fehlte allen drei Spielern im entscheidenden Moment ein einziges Leg zum Sieg.
Besonders für Springer ist das Ergebnis nach seinem Finaleinzug 2025 eine Enttäuschung.
Nun liegt es an Martin Schindler, beim letzten European Tour Turnier des Jahres für ein positives deutsches Ergebnis zu sorgen.
Drei deutsche Auftaktniederlagen, dreimal 5:6: Der erste Turniertag der Dutch Darts Championship 2026 hätte für die deutschen Profis kaum bitterer verlaufen können.








