Luke Humphries spielt 114,15 bei der Swiss Darts Trophy

Luke Humphries setzt in Basel ein Ausrufezeichen: 114,15 Punkte im Schnitt und 6:0 gegen Ratajski
Luke Humphries hat am Finaltag der Swiss Darts Trophy 2026 die bislang stärkste Leistung des gesamten Turniers gezeigt. Der Engländer ließ Krzysztof Ratajski im Achtelfinale beim 6:0 keine Chance und spielte dabei einen Drei-Pfeil-Durchschnitt von beeindruckenden 114,15 Punkten.
Damit stellte Humphries einen neuen Bestwert bei der Swiss Darts Trophy auf.
Sechs 180er, eine Doppelquote von 60 Prozent und kein einziges verlorenes Leg unterstreichen, wie dominant der Auftritt des ehemaligen Weltmeisters in Basel war.
Nach dem knappen 6:5 gegen Kevin Doets am Samstag war die Leistungssteigerung enorm.
Von 6:5 zu 6:0 innerhalb eines Tages
Noch in der zweiten Runde musste Humphries um sein Weiterkommen zittern.
Kevin Doets spielte einen starken Durchschnitt von über 105 Punkten und brachte den topgesetzten Engländer bis in das Entscheidungsleg. Humphries gewann schließlich mit 6:5, ohne dabei das Turnier zu dominieren.
Weniger als einen Tag später zeigte sich ein völlig anderes Bild.
Gegen Krzysztof Ratajski übernahm Humphries sofort die Kontrolle.
Sein Punkteschnitt lag bereits in der Anfangsphase deutlich über 110. Ratajski bekam kaum Gelegenheit, Druck aufzubauen.
Immer wenn der Pole eine gute Aufnahme spielte, antwortete Humphries mit 140 oder 180 Punkten.
Sechs 180er in nur sechs Legs
Besonders auffällig war das Punktspiel.
Humphries warf insgesamt sechs 180er in lediglich sechs gespielten Legs.
Das bedeutet im Durchschnitt ein Maximum pro gewonnenem Leg.
Hinzu kamen mehrere weitere hohe Aufnahmen. Der Engländer benötigte dadurch kaum lange Wege zum Doppel.
Auch dort funktionierte nahezu alles.
Humphries nutzte sechs seiner zehn Versuche auf die Doppelfelder. Eine Quote von 60 Prozent ist auf diesem Niveau bereits stark. Kombiniert mit einem Durchschnitt von 114,15 wird daraus eine Leistung, die für den Gegner kaum zu verteidigen ist.
Ratajski bleibt trotz ordentlichem Niveau ohne Leg
Das 0:6 lässt Krzysztof Ratajskis Leistung schwächer aussehen, als sie tatsächlich war.
Der Pole spielte selbst einen Durchschnitt von knapp 95 Punkten.
An einem gewöhnlichen Tag kann ein solcher Wert problemlos ausreichen, um ein Spiel auf der European Tour offen zu halten.
Gegen Humphries war es diesmal jedoch nicht genug.
Ratajski bekam kaum echte Möglichkeiten auf die Doppelfelder. Sobald er einen schwächeren Besuch einstreute, vergrößerte Humphries den Abstand sofort.
Die Partie entwickelte sich dadurch schnell zu einer einseitigen Angelegenheit.
114,15 sind neuer Bestwert der Swiss Darts Trophy
Mit seinem Durchschnitt schrieb Humphries gleichzeitig Turniergeschichte.
Noch nie wurde bei der Swiss Darts Trophy ein höherer Drei-Pfeil-Durchschnitt gespielt.
Gerade angesichts des kurzen Formats ist ein Wert von 114,15 Punkten außergewöhnlich.
Bei sechs Gewinnlegs kann bereits ein einziges schwaches Leg den Durchschnitt deutlich senken. Humphries vermied genau das.
Vom ersten bis zum letzten Durchgang hielt er sein Punktspiel auf höchstem Niveau.
Humphries bestätigt seine starke Form
Der Auftritt kommt nicht völlig überraschend.
Humphries reist mit viel Selbstvertrauen nach Basel. Erst wenige Tage zuvor gewann er den World Grand Prix nach einem bemerkenswerten Endspiel gegen Gerwyn Price.
Dabei lag er bereits mit 0:3 Sätzen zurück, bevor er die Begegnung noch drehte.
Nun zeigt er auch auf der Darts European Tour, dass diese Form anhält.
Der Unterschied ist bemerkenswert: Beim World Grand Prix musste Humphries kämpfen, zurückkommen und lange Partien überstehen.
Gegen Ratajski benötigte er keine Aufholjagd.
Er dominierte vom ersten Dart an.
Im Viertelfinale wartet Cristo Reyes
Für Humphries bleibt allerdings kaum Zeit, sich über den Rekord zu freuen.
Noch am selben Abend geht das Turnier weiter.
Im Viertelfinale trifft er auf Cristo Reyes, der zuvor Damon Heta mit 6:4 ausgeschaltet hatte.
Reyes spielte dabei selbst einen starken Durchschnitt von über 101 Punkten.
Der Spanier befindet sich damit ebenfalls in guter Form.
Trotzdem verändert Humphries’ Achtelfinalleistung die Ausgangslage deutlich.
Wer 114 Punkte im Schnitt spielt, geht gegen praktisch jeden Gegner als Favorit in die nächste Partie.
Der Weg zum Titel bleibt offen
Nach dem Ausscheiden mehrerer großer Namen hat sich das Feld in Basel stark verändert.
Michael van Gerwen, James Wade, Stephen Bunting, Martin Schindler und Niko Springer sind bereits ausgeschieden.
Humphries dagegen steht weiterhin im Turnier und hat mit seinem 6:0 nun die deutlichste Warnung an die verbliebene Konkurrenz geschickt.
Neben ihm gehören Gian van Veen, Jonny Clayton und Mensur Suljovic zu den prominentesten Spielern, die den Finaltag erreicht haben.
Doch nach diesem Achtelfinale richtet sich die Aufmerksamkeit besonders auf den Engländer.
Ein 114,15er-Durchschnitt, sechs 180er und ein 6:0 auf einem European-Tour-Finaltag sind keine gewöhnliche Leistung.
Luke Humphries hat in Basel nicht nur das Viertelfinale erreicht.
Er hat den Maßstab für den restlichen Turniertag gesetzt.








