Stefan Bellmont schreibt Schweizer Darts-Geschichte in Basel

Stefan Bellmont schreibt Schweizer Darts-Geschichte in Basel
Stefan Bellmont hat bei der Swiss Darts Trophy 2026 für einen besonderen Moment aus Schweizer Sicht gesorgt. Der 36-Jährige setzte sich in der St. Jakobshalle mit 6:3 gegen Andrew Gilding durch und erreichte damit die zweite Runde des vorletzten Turniers der Darts European Tour.
Vor heimischem Publikum zeigte Bellmont eine konzentrierte Leistung und nutzte seine Möglichkeiten deutlich besser als sein erfahrener englischer Gegner. Für den Schweizer war der Erfolg mehr als nur ein gewöhnlicher Auftaktsieg. Auf einer großen PDC-Bühne im eigenen Land sind solche Momente weiterhin selten.
Nun wartet mit Krzysztof Ratajski ein gesetzter Spieler.
Bellmont nutzt seine Chancen gegen Gilding
Auf dem Papier ging Andrew Gilding als Favorit in die Partie.
Der Engländer besitzt deutlich mehr Erfahrung auf der PDC Tour, hat bereits große Turniere gewonnen und gehört seit Jahren zum festen Bestandteil der Profiszene.
Bellmont ließ sich davon nicht beeindrucken.
Der Schweizer hielt das Spiel von Beginn an offen und setzte Gilding vor allem in den entscheidenden Legs unter Druck. Während der Engländer nicht zu seinem besten Rhythmus fand, blieb Bellmont auf den wichtigen Doppelfeldern stabil.
Beim Stand von 5:3 bekam er schließlich die Chance, die Partie zu beenden.
Bellmont nutzte sie und machte den 6:3-Erfolg perfekt.
Die Reaktion des Publikums zeigte sofort, welche Bedeutung dieser Sieg in Basel hatte.
Schweizer Spieler auf der European Tour weiter selten
Die Swiss Darts Trophy bietet den besten Schweizer Spielern über das Qualifikationsturnier die Möglichkeit, vor heimischem Publikum gegen etablierte Profis anzutreten.
In diesem Jahr hatten sich neben Bellmont auch Roman Wellinger, Bruno Stöckli und Alex Fehlmann für das Hauptfeld qualifiziert.
Für die Gastgeber verlief der erste Tag allerdings schwierig.
Wellinger verlor gegen Niko Springer, Stöckli bekam es mit Dirk van Duijvenbode zu tun und Fehlmann traf auf Damon Heta.
Bellmont gelang dagegen der wichtige Erfolg.
Damit bleibt mindestens ein Schweizer auch am Samstag im Turnier.
Jetzt wartet Krzysztof Ratajski
In der zweiten Runde steigt der Schwierigkeitsgrad deutlich.
Krzysztof Ratajski gehört zu den gesetzten Spielern und musste deshalb am Freitag noch nicht antreten. Der Pole besitzt enorme Erfahrung auf der European Tour und ist besonders gefährlich, wenn er früh seinen Rhythmus findet.
Für Bellmont verändert sich dadurch die Ausgangslage.
Gegen Gilding war er bereits Außenseiter. Gegen Ratajski kann er nun noch freier aufspielen.
Der Druck liegt eindeutig beim gesetzten Spieler.
Gerade kurze Spiele auf sechs Gewinnlegs bieten immer wieder Möglichkeiten für Überraschungen. Ein guter Start, sichere Doppel und die Unterstützung des Publikums können schnell entscheidend werden.
Basel bekommt seinen Schweizer Höhepunkt
Für die Zuschauer in der St. Jakobshalle ist Bellmonts Erfolg besonders wertvoll.
Große PDC-Turniere in der Schweiz sind weiterhin vergleichsweise selten. Wenn dann ein Spieler aus dem Gastgeberland bis in den Samstag kommt, erhält das gesamte Wochenende automatisch eine zusätzliche Geschichte.
Bellmont hat diese Chance genutzt.
Nun geht es gegen Ratajski darum, ob aus einem starken Auftaktsieg sogar ein echter Lauf bei der Swiss Darts Trophy 2026 werden kann.
Nach dem 6:3 gegen Andrew Gilding steht aber bereits fest:
Stefan Bellmont hat Basel seinen ersten großen Schweizer Moment des Wochenendes geliefert.








