Mensur Suljovic entschuldigt sich nach Basel-Eklat

Mensur Suljovic entschuldigt sich bei Ross Smith und allen Frauen nach Eklat in Basel
Mensur Suljovic hat sich nach den heftigen Diskussionen bei der Swiss Darts Trophy 2026 öffentlich entschuldigt. Der österreichische Dartsprofi reagierte am Montag mit einer Erklärung auf Instagram auf die Kritik an seinem Verhalten gegen Ross Smith. Gleichzeitig nahm der 54-Jährige eine umstrittene Aussage über Frauen zurück, die er während eines Bühneninterviews gemacht hatte.
Nach seinem emotionalen Auftritt in Basel räumte Suljovic nun Fehler ein. Er betonte, dass Respekt und Fairness trotz aller Emotionen zum Dartsport gehören.
Mensur Suljovic entschuldigt sich für Verhalten gegen Ross Smith
Ausgangspunkt der Kontroverse war das Achtelfinale der Swiss Darts Trophy am Sonntag.
Suljovic setzte sich in einer dramatischen Begegnung mit 6:5 gegen Ross Smith durch. Der Engländer hatte im entscheidenden Leg zwei Matchdarts auf Doppel 18 vergeben.
Während Smith seine entscheidenden Würfe vorbereitete, animierte Suljovic das Publikum mit Gesten zu lautstarker Unterstützung. Die Zuschauer reagierten mit zunehmendem Lärm und Buhrufen.
Smith kritisierte das Verhalten seines Gegners anschließend öffentlich, stellte jedoch klar, dass er für seine vergebenen Matchdarts selbst verantwortlich sei.
In seiner neuen Erklärung zeigte Suljovic Verständnis für die Kritik.
Der Österreicher erklärte, dass ihn die Emotionen während des Spiels mitgerissen hätten. Er habe die Zuschauer auf seine Seite ziehen wollen und dabei nicht ausreichend wahrgenommen, dass Smith gerade um den Matchgewinn warf.
Rückblickend erkenne er, dass der Zeitpunkt seiner Gesten unglücklich gewesen sei und als unfair wahrgenommen werden konnte.
Dafür entschuldigte sich Suljovic ausdrücklich bei seinem Gegner.
Auch umstrittene Aussage über Frauen nimmt Suljovic zurück
Die Diskussion hatte nach dem Achtelfinale eine weitere Wendung genommen.
Nach seinem anschließenden 6:1-Erfolg gegen Dirk van Duijvenbode wurde Suljovic auf der Bühne erneut auf die Ereignisse gegen Smith angesprochen.
Im Gespräch mit Moderator Philip Brzezinski verteidigte er zunächst sein Verhalten und kritisierte die Beschwerden seines englischen Gegners.
Dabei fiel auch eine pauschale Bemerkung über Frauen, die anschließend für zusätzliche Empörung sorgte.
In seiner Instagram-Erklärung distanzierte sich Suljovic nun ausdrücklich von diesen Worten.
„Das hätte ich niemals sagen dürfen“, räumte er ein. Seine Aussage sei völlig unangebracht gewesen. Dafür wolle er sich bei allen Frauen entschuldigen.
Damit geht seine öffentliche Entschuldigung über den sportlichen Konflikt mit Ross Smith hinaus.
Deutlicher Meinungswechsel nach dem Bühneninterview
Besonders auffällig ist die Veränderung in Suljovics öffentlicher Haltung.
Unmittelbar nach dem umstrittenen Match hatte der Österreicher wenig Verständnis für die Kritik gezeigt. Er verwies auf die lautstarke Atmosphäre bei Dartsveranstaltungen und betonte, dass er die Unterstützung des Publikums benötige.
Moderator Philip Brzezinski widersprach ihm während des Interviews.
Zwar gehöre die Interaktion mit den Zuschauern zum professionellen Darts, doch das Anfeuern während der entscheidenden Matchdarts des Gegners sei seiner Meinung nach zu weit gegangen.
Einen Tag später schlug Suljovic deutlich versöhnlichere Töne an.
Er unterstrich seinen Respekt vor Ross Smith und dessen sportlichen Leistungen. Gleichzeitig erklärte er, dass Emotionen zwar ein wichtiger Bestandteil des Dartsports seien, Fairness und gegenseitige Achtung jedoch ebenso dazugehören.
Mit seiner Entschuldigung übernahm Suljovic Verantwortung für sein Verhalten und seine Wortwahl.
Starke Swiss Darts Trophy wird vom Streit überschattet
Sportlich hatte Mensur Suljovic in Basel eines seiner besten Turniere der vergangenen Jahre gespielt.
Bereits in der zweiten Runde besiegte er Michael van Gerwen mit 6:4. Anschließend folgte der knappe Erfolg gegen Ross Smith.
Im Viertelfinale überzeugte Suljovic mit einem deutlichen 6:1 gegen Dirk van Duijvenbode und einem Drei-Dart-Average von 105,76 Punkten.
Erst im Halbfinale endete sein Lauf. Gegen Luke Humphries verlor der Österreicher trotz eines eigenen Averages von 100,55 Punkten mit 4:7.
Die sportlichen Leistungen gerieten jedoch durch die Diskussionen über sein Verhalten zunehmend in den Hintergrund.
Wie geht es nach der Entschuldigung weiter?
Mit seiner öffentlichen Stellungnahme hat Suljovic versucht, die Situation zu entschärfen.
Im Mittelpunkt steht nun nicht mehr nur die Frage, ob seine Gesten während der Partie gegen Smith angemessen waren. Auch der Umgang mit Kritik und die Verantwortung professioneller Spieler auf der Bühne sind Teil der Diskussion geworden.
Suljovic hat inzwischen beide Kritikpunkte ausdrücklich angesprochen. Er entschuldigte sich bei Ross Smith für den Zeitpunkt seiner Gesten und bei allen Frauen für seine unangebrachte Bemerkung.
Ob damit auch die öffentliche Diskussion endet, bleibt abzuwarten.
Der Fall zeigt, wie schnell emotionale Momente auf der Dartsbühne zu einer größeren Kontroverse werden können. Gleichzeitig macht Suljovics Reaktion deutlich, dass der Österreicher seine Aussagen und sein Verhalten im Nachhinein selbst kritisch bewertet.








