Michael van Gerwen gegen Mensur Suljovic in Basel

Mensur Suljovic fordert Michael van Gerwen: Nach dem Auftaktsieg wartet die große Prüfung
Mensur Suljovic ist bei der Swiss Darts Trophy 2026 erfolgreich gestartet. Der Österreicher setzte sich in Basel mit 6:3 gegen György Jehirszki durch und steht damit in der zweiten Runde.
Dort wartet am Samstagabend jedoch ein völlig anderes Kaliber: Michael van Gerwen.
Für Suljovic ist das Duell nicht nur wegen des Namens seines Gegners interessant. Erst in dieser Saison hat der 54-Jährige gezeigt, dass er Van Gerwen noch immer schlagen kann.
Suljovic löst die erste Aufgabe kontrolliert
Gegen Jehirszki musste Suljovic keine außergewöhnliche Leistung abrufen, um weiterzukommen.
Der Österreicher spielte einen Drei-Dart-Durchschnitt von etwas mehr als 87 Punkten und hielt die Partie über weite Strecken unter Kontrolle. Jehirszki bekam seine Möglichkeiten, konnte Suljovic aber nicht dauerhaft unter Druck setzen.
Am Ende stand ein verdienter 6:3-Erfolg.
Für Suljovic war vor allem wichtig, überhaupt in die zweite Runde einzuziehen. In der kurzen Spielweise auf sechs Gewinnlegs können wenige schwache Aufnahmen bereits das Turnierende bedeuten.
Nun bekommt er genau jene große Bühne, auf der er sich über viele Jahre besonders wohlgefühlt hat.
Michael van Gerwen wartet am Samstag
Mit Michael van Gerwen trifft Suljovic auf einen der erfolgreichsten Spieler der PDC-Geschichte.
Der Niederländer steigt als gesetzter Spieler erst in der zweiten Runde in das Turnier ein. Van Gerwen gehört weiterhin zur Weltspitze, erlebt 2026 aber eine deutlich schwierigere Saison als in seinen besten Jahren.
Mehrere frühe Niederlagen haben dafür gesorgt, dass er in der Weltrangliste zurückgefallen ist. Auch auf der PDC Europatour wartet er in diesem Jahr noch auf einen Turniersieg.
Gerade deshalb braucht Van Gerwen in Basel ein gutes Ergebnis.
Für Suljovic macht das die Aufgabe allerdings nicht leichter. Ein Van Gerwen, der unter Druck steht, kann immer noch innerhalb weniger Minuten ein Spiel vollständig übernehmen.
Suljovic hat Van Gerwen 2026 bereits geschlagen
Dass der Österreicher trotzdem nicht chancenlos ist, zeigte das direkte Duell im Mai.
Bei einem Bodenturnier setzte sich Suljovic mit 6:4 gegen Van Gerwen durch.
Bemerkenswert war dabei das Niveau beider Spieler. Suljovic spielte einen Durchschnitt von 100,35 Punkten, Van Gerwen lag sogar bei 101,08.
Trotz des etwas höheren Durchschnitts des Niederländers gewann Suljovic die entscheidenden Legs.
Genau diese Partie dürfte ihm für Basel Selbstvertrauen geben.
Er weiß, dass er Van Gerwen nicht nur in früheren Jahren schlagen konnte, sondern noch 2026.
Erfahrung könnte im kurzen Format entscheidend werden
Suljovic gehört seit vielen Jahren zu den erfahrensten Spielern im PDC Darts.
Sein langsamer, ungewöhnlicher Rhythmus unterscheidet sich deutlich von Van Gerwens schnellem Spiel. Gerade dieser Gegensatz hat ihre direkten Duelle häufig interessant gemacht.
Van Gerwen möchte normalerweise schnell werfen, den Gegner unter Druck setzen und mit hohen Aufnahmen früh Abstand schaffen.
Suljovic spielt dagegen bewusst in seinem eigenen Rhythmus.
Wenn er auf den Doppelfeldern sicher bleibt, kann genau das unangenehm werden.
In Basel werden auch in der zweiten Runde nur sechs gewonnene Legs benötigt. Ein schlechter Start lässt sich deshalb kaum korrigieren.
Für beide steht mehr als nur das Achtelfinale auf dem Spiel
Auch sportlich besitzt die Partie zusätzliche Bedeutung.
Die Swiss Darts Trophy ist das vorletzte Turnier der diesjährigen Europatour. Das erspielte Preisgeld zählt für die Weltrangliste und die Rangliste der Europatour.
Van Gerwen möchte seine Position vor den großen Herbstturnieren verbessern.
Suljovic befindet sich deutlich weiter hinten in der Weltrangliste und kann jedes zusätzliche Preisgeld gut gebrauchen. Ein Sieg über einen gesetzten Spieler hätte deshalb nicht nur sportlichen, sondern auch finanziellen Wert für seine Ranglistenposition.
Suljovic bekommt die Chance auf die nächste Überraschung
Der 6:3-Auftaktsieg war die Pflicht.
Jetzt folgt die eigentliche Prüfung.
Michael van Gerwen gegen Mensur Suljovic ist eines jener Duelle, bei denen die Ranglistenposition allein wenig über den möglichen Spielverlauf aussagt.
Van Gerwen geht als Favorit auf die Bühne. Suljovic bringt aber enorme Erfahrung mit und hat seinen Gegner in diesem Jahr bereits einmal geschlagen.
Damit besitzt der Österreicher am Samstagabend eine echte Gelegenheit, aus einem ordentlichen Turnierstart eine der großen Geschichten des Wochenendes zu machen.








