Michael van Gerwen verliert 5:6 gegen William O’Connor

Michael van Gerwen erlebt Heim-Debakel: William O’Connor gewinnt Darts-Krimi mit 6:5
Für Michael van Gerwen ist die Dutch Darts Championship 2026 bereits nach dem ersten Auftritt beendet. Der dreimalige Weltmeister verlor am Samstagabend in Maastricht mit 5:6 gegen William O’Connor und musste sich vor heimischem Publikum früh verabschieden. Der Ire sorgte mit einem spektakulären 121er-Finish auf das Bullseye im entscheidenden Leg für die Überraschung des Abends.
Dabei lieferte van Gerwen keineswegs eine schwache Leistung ab. Mit einem Average von 99,27 Punkten bewegte sich der Niederländer auf hohem Niveau. Doch O’Connor war in den entscheidenden Situationen noch stärker und gewann mit drei Checkouts von mehr als 100 Punkten.
Michael van Gerwen startet stark gegen William O’Connor
Van Gerwen begann die Begegnung mit einem 80er-Finish und übernahm zunächst die Führung.
Doch O’Connor zeigte früh, dass er nicht nur als Außenseiter nach Maastricht gekommen war. Der Ire glich aus und nutzte anschließend drei verpasste Darts seines Gegners auf Doppel 16, um das erste Break zu erzielen.
Im vierten Leg drohte van Gerwen sogar ein weiterer Rückschlag. O’Connor startete mit zwei 180ern und traf insgesamt sieben perfekte Darts. Der mögliche Neun-Darter blieb jedoch aus.
Anschließend vergab der Ire mehrere Möglichkeiten auf den Doppelfeldern. Van Gerwen nutzte die Gelegenheit und glich mit einem 72er-Finish wieder aus.
Auch in den folgenden Legs entwickelte sich ein hochklassiger Schlagabtausch.
O’Connor begeisterte mit einem 136er-Checkout, während van Gerwen seinerseits mit präzisen Finishes antwortete.
131er-Finish bringt O’Connor zurück ins Spiel
In der entscheidenden Phase schien sich das Match zunächst zugunsten des Niederländers zu entwickeln.
Van Gerwen spielte ein starkes 12-Dart-Leg und ging durch ein 88er-Finish mit 5:4 in Führung.
Damit fehlte ihm nur noch ein Leg zum Achtelfinale.
Doch O’Connor zeigte beeindruckende Nervenstärke. Mit einem spektakulären 131er-Checkout auf Doppel 16 gewann er das zehnte Leg und erzwang die Entscheidung.
Beim Stand von 5:5 musste das letzte Leg über den Sieger entscheiden.
Für van Gerwen wurde aus der vermeintlich guten Ausgangslage plötzlich eine gefährliche Situation.
William O’Connor entscheidet den Krimi mit 121 auf Bullseye
Das Entscheidungsleg verlief für den dreimaligen Weltmeister denkbar ungünstig.
Van Gerwen begann mit zwei Aufnahmen von jeweils nur 59 Punkten und konnte damit kaum Druck auf seinen Gegner ausüben.
O’Connor nutzte diese Schwäche konsequent. Mit einer 180 brachte er sich in eine hervorragende Position und ließ anschließend keine weitere Gelegenheit verstreichen.
Mit einem 121er-Finish über das Bullseye machte der Ire den 6:5-Erfolg perfekt.
Die wichtigsten Matchstatistiken:
| Statistik | Michael van Gerwen | William O’Connor |
|---|---|---|
| Gewonnene Legs | 5 | 6 |
| Average | 99,27 | 101,83 |
| 180er | 2 | 5 |
| Höchstes Checkout | 88 | 136 |
| Checkouts über 100 | 0 | 3 |
O’Connor spielte damit nicht nur den höheren Average, sondern überzeugte auch mit fünf 180ern und drei spektakulären hohen Finishes.
Dritte European Tour Niederlage in Folge für van Gerwen
Für Michael van Gerwen setzt sich damit eine schwierige Phase auf der European Tour fort.
Bereits bei der Swiss Darts Trophy in Basel musste der Niederländer nach einer 4:6-Niederlage gegen Mensur Suljovic früh die Heimreise antreten.
Die Niederlage gegen O’Connor ist nun seine dritte European Tour Niederlage in Folge.
Besonders enttäuschend ist das Ausscheiden vor heimischem Publikum. Die Dutch Darts Championship bot van Gerwen eine Gelegenheit, mit einem starken Turnierergebnis neues Selbstvertrauen zu sammeln.
Stattdessen bleibt ihm ein weiteres frühes Aus.
Dabei zeigen die Zahlen, dass der Niederländer durchaus konkurrenzfähig war. Ein Average von beinahe 100 Punkten ist normalerweise eine gute Grundlage für einen Sieg.
Gegen einen Gegner, der in den entscheidenden Momenten 136, 131 und 121 Punkte checkt, reicht allerdings auch eine solche Leistung nicht immer aus.
William O’Connor steht im Achtelfinale
Für O’Connor geht das Turnier am Sonntag weiter.
Der Ire hatte bereits am Freitag seinen Auftakt gegen Richard Veenstra mit 6:2 gewonnen. Mit dem Erfolg gegen van Gerwen gelang ihm nun einer der bedeutendsten Siege des bisherigen Turnierwochenendes.
Im Achtelfinale trifft er auf Luke Woodhouse, der Andrew Gilding in der zweiten Runde deutlich mit 6:1 besiegte.
Für van Gerwen richtet sich der Blick dagegen auf die bevorstehende European Championship in Dortmund. Dort möchte der dreimalige Weltmeister wieder an seine früheren Erfolge anknüpfen.
Der Auftritt in Maastricht hat jedoch erneut verdeutlicht, wie eng die Leistungsdichte auf der PDC-Tour inzwischen geworden ist.
Michael van Gerwen spielte stark, doch William O’Connor war im entscheidenden Moment besser. Drei High Finishes und ein spektakulärer Abschluss auf dem Bullseye besiegelten das frühe Ausscheiden des niederländischen Superstars bei seinem Heimturnier.








