Michael van Gerwen droht der Fall aus den Top 16

Michael van Gerwen droht der Fall aus den Top 16 – erstmals seit 14 Jahren
Für Michael van Gerwen wird die Schlussphase der Saison 2026 deutlich wichtiger, als es seine aktuelle Position in der Weltrangliste vermuten lässt. Der Niederländer steht nach dem World Grand Prix zwar weiterhin in den Top 10 der PDC Order of Merit, doch der Blick auf die kommenden Monate zeigt ein ernstes Problem.
Ein großer Teil seines aktuellen Ranking-Preisgelds stammt aus älteren Ergebnissen, die bald aus der Zwei-Jahres-Wertung fallen. Besonders schwer wiegt dabei das Preisgeld aus der Weltmeisterschaft 2025.
Sollte Van Gerwen bei den kommenden großen Turnieren nicht genügend neues Preisgeld einspielen, könnte er erstmals seit rund 14 Jahren aus den Top 16 der PDC-Weltrangliste rutschen.
Van Gerwen steht aktuell noch auf Rang neun
Nach dem World Grand Prix liegt Michael van Gerwen mit rund 608.500 Pfund auf Rang neun der PDC Order of Merit.
Auf den ersten Blick sieht die Situation damit noch komfortabel aus.
Doch die Order of Merit funktioniert über einen rollierenden Zeitraum von zwei Jahren. Preisgeld, das vor zwei Jahren erspielt wurde, fällt nach und nach aus der Wertung. Genau darin liegt das Problem.
Van Gerwen hat in den kommenden Monaten mehrere größere Beträge zu verteidigen. Gleichzeitig ist sein aktuelles Jahr deutlich schwächer als frühere Spielzeiten.
In der reinen Jahreswertung 2026 liegt er derzeit nur im Bereich um Platz 20.
Das zeigt, wie stark seine aktuelle Position noch von älteren Erfolgen getragen wird.
Das WM-Preisgeld wird zum großen Risiko
Besonders wichtig ist die Darts WM für Van Gerwen.
Aus der Weltmeisterschaft 2025 trägt er noch einen sehr großen Betrag in seiner Weltrangliste. Damals erreichte er das Finale und sammelte dadurch deutlich mehr Preisgeld, als er in vielen seiner aktuellen Turniere gewinnt.
Genau dieses Geld wird bei der nächsten WM aus der Zwei-Jahres-Wertung ersetzt.
Sollte Van Gerwen früh ausscheiden, verliert er einen großen Teil seines bisherigen Rankings, ohne ihn vollständig ersetzen zu können.
In der virtuellen Rangliste nach der kommenden Weltmeisterschaft sieht die Situation deshalb bereits deutlich schwieriger aus. Dort fällt Van Gerwen momentan sogar aus den Top 16 heraus und würde nur noch ungefähr auf Rang 19 liegen.
Diese Prognose ist natürlich nicht endgültig. Neues Preisgeld aus den kommenden Turnieren kann die Lage verändern.
Trotzdem zeigt sie, wie groß der Druck geworden ist.
Ein ungewohntes Szenario für Mighty Mike
Für Michael van Gerwen Darts wäre ein Platz außerhalb der Top 16 etwas völlig Ungewöhnliches.
Der dreimalige Weltmeister gehörte mehr als ein Jahrzehnt praktisch permanent zur absoluten Weltspitze. Über lange Zeit war er sogar die klare Nummer eins und dominierte zahlreiche Major-Turniere.
Zwischenzeitlich wirkte es fast selbstverständlich, dass Van Gerwen bei großen PDC-Events mindestens zu den ersten vier oder acht gesetzten Spielern gehören würde.
Heute sieht die Situation anders aus.
Luke Littler und Luke Humphries haben die Spitze übernommen, Gian van Veen hat sich ebenfalls vor Van Gerwen geschoben und Spieler wie Gerwyn Price, James Wade oder Nathan Aspinall sammeln wieder regelmäßig großes Ranking-Preisgeld.
Die Konkurrenz hinter Van Gerwen ist ebenfalls näher gekommen.
Das schwache 2026 macht die Situation gefährlicher
Das Problem ist nicht nur, dass ältere Ergebnisse aus der Wertung verschwinden.
Van Gerwen ersetzt sie derzeit nicht regelmäßig durch gleichwertige neue Resultate.
Seine Saison 2026 enthält zwar weiterhin starke Turniere und gute Einzelmatches, doch die großen Ranking-Erfolge fehlen in der Häufigkeit, die man früher von ihm kannte.
Auch beim World Grand Prix kam das frühe Aus gegen Ryan Joyce zur falschen Zeit.
Bei einem Turnier mit hohem Preisgeld hätte ein Halbfinale oder Finale seine Position deutlich stabilisieren können. Stattdessen blieb der Zugewinn gering.
Genau solche frühen Niederlagen werden jetzt gefährlicher, weil die alten großen Ergebnisse Stück für Stück verschwinden.
Top 16 sind für die Setzlisten enorm wichtig
Ein Absturz aus den Top 16 wäre nicht nur symbolisch.
Die Position in der PDC Order of Merit beeinflusst bei vielen großen Turnieren die Setzliste und damit den Weg durch das Tableau.
Wer außerhalb der Top 16 steht, kann deutlich früher auf einen der besten Spieler der Welt treffen.
Das macht einen Wiederaufstieg zusätzlich schwieriger.
Van Gerwen weiß daher, dass die kommenden Ranking-Turniere entscheidend werden. Es geht nicht nur darum, einzelne Titel zu gewinnen, sondern auch darum, seine Position in der Weltspitze langfristig zu schützen.
Von Rang neun auf Rang 19? Noch hat Van Gerwen es selbst in der Hand
Die aktuelle Situation ist noch keine Katastrophe.
Van Gerwen steht weiterhin in den Top 10 und hat mehrere große Turniere vor sich. Ein starker Lauf bei der European Championship, beim Grand Slam, den Players Championship Finals oder der Darts WM kann die Prognose schnell verändern.
Doch erstmals seit langer Zeit reicht es für ihn nicht mehr, nur auf den bestehenden Vorsprung zu vertrauen.
Die virtuelle Rangliste zeigt klar, was passieren könnte, wenn die kommenden Monate ähnlich verlaufen wie große Teile des bisherigen Jahres.
Dann wäre ein Szenario denkbar, das vor wenigen Jahren noch kaum vorstellbar gewesen wäre:
Michael van Gerwen außerhalb der Top 16 der PDC-Weltrangliste.
Noch hat „Mighty Mike“ genügend Zeit, das zu verhindern.
Aber der Druck wächst.








