World Grand Prix 2026: Van Gerwen und Humphries unter Druck

Vor dem World Grand Prix: Van Gerwen und Humphries unter besonderem Druck
Der World Grand Prix Darts 2026 beginnt am 28. September in Leicester und für Michael van Gerwen sowie Luke Humphries kommt das Turnier zu einem interessanten Zeitpunkt. Beide gehören weiterhin zu den größten Namen der PDC, doch ihre Ergebnisse bei den wichtigsten Einzelturnieren geben vor dem nächsten Major Anlass zu Fragen.
Van Gerwen wartet 2026 noch auf sein erstes Viertelfinale bei einem individuellen Major. Humphries wiederum reist nach zwei frühen Niederlagen bei World Matchplay und World Series of Darts Finals nach Leicester. Gleichzeitig haben beide in anderen Wettbewerben gezeigt, dass sie weiterhin Titel gewinnen können. Genau dieser Kontrast macht ihre Ausgangslage vor dem World Grand Prix so spannend.
Michael van Gerwen sucht den großen Major-Run
Michael van Gerwen hat 2026 durchaus Erfolge gefeiert. Er gewann unter anderem die Bahrain Darts Masters, die Nordic Darts Masters und Players Championship 15. Bei den großen individuellen TV-Majors lief es bislang jedoch deutlich schwieriger.
Bei der Weltmeisterschaft war im Achtelfinale gegen Gary Anderson Schluss. Bei den World Masters verlor er direkt gegen Damon Heta. Bei den UK Open stoppte ihn James Wade im Achtelfinale, beim World Matchplay scheiterte er in Runde zwei an Dirk van Duijvenbode. Zuletzt folgte bei den World Series of Darts Finals das 5:6 gegen Daryl Gurney.
Besonders bitter war die Niederlage in Amsterdam. Van Gerwen drehte zunächst ein 0:3 in eine 5:3-Führung, vergab anschließend aber sechs Matchdarts. Gurney nutzte seine Chance und gewann den Decider.
PC30 zeigt, dass Van Gerwen noch immer gefährlich ist
Ganz ohne positives Signal reist Van Gerwen allerdings nicht nach Leicester.
Bei Players Championship 30 in Den Bosch erreichte er das Viertelfinale und spielte auf dem Weg dorthin zeitweise einen Average von über 107 Punkten. Einen Tag zuvor war er bei PC29 noch in Runde eins ausgeschieden.
Diese Schwankungen beschreiben seine Saison ziemlich gut. An einem guten Tag kann Van Gerwen weiterhin auf höchstem Niveau spielen. Die Frage ist eher, ob er dieses Niveau bei einem Major über mehrere Runden halten kann.
Beim World Grand Prix 2026 startet er gegen Ryan Joyce. Das Double-in, Double-out-Format verzeiht kaum einen schlechten Beginn, was zusätzliche Spannung verspricht.
Humphries gewinnt weiterhin, aber nicht bei den großen Majors
Luke Humphries befindet sich in einer anderen Situation.
Er hat 2026 drei Players Championship Titel gewonnen und Luke Littler im Finale der US Darts Masters geschlagen. Damit ist klar, dass sein Topniveau weiterhin vorhanden ist.
Bei den wichtigsten Einzelturnieren verliefen die letzten Monate jedoch deutlich schwieriger.
Beim World Matchplay verlor Humphries bereits in der ersten Runde gegen Cameron Menzies. Bei den World Series of Darts Finals führte er gegen Dirk van Duijvenbode mit 6:3, musste sich am Ende aber mit 9:10 geschlagen geben.
Diese beiden Niederlagen sorgen dafür, dass sein Start beim World Grand Prix besonders genau beobachtet wird.
Bleibt Humphries Littlers größter Herausforderer?
Humphries steht weiterhin auf Platz zwei der Weltrangliste. Gleichzeitig ist Gian van Veen in den Live Rankings bis auf rund 10.000 Pfund an ihn herangerückt.
In einer aktuellen Diskussion bei DartsNews wurde deshalb die Frage gestellt, ob Humphries weiterhin der wichtigste sportliche Herausforderer von Luke Littler ist. Die Einschätzungen dort fielen unterschiedlich aus, aber der Grundtenor war klar: Humphries besitzt weiterhin das Niveau, Littler zu schlagen, muss dies bei den kommenden Majors aber wieder häufiger zeigen.
Gerade der World Grand Prix könnte dafür ein guter Test werden.
Schwieriger Auftakt gegen Dave Chisnall
Humphries startet in Leicester gegen Dave Chisnall.
Das ist kein bequemer Auftakt. Chisnall verfügt über viel Erfahrung bei diesem Turnier und das besondere Double-in, Double-out-Format kann selbst kleine Unsicherheiten schnell bestrafen.
Humphries kennt den World Grand Prix allerdings bestens. 2025 erreichte er das Finale, verlor dort aber deutlich mit 1:6 gegen Luke Littler.
Diesmal geht es für ihn darum, früh Stabilität zu finden und sich nicht erneut in einem engen Match aus dem Turnier drängen zu lassen.
World Grand Prix als wichtiger Test für beide
Für Darts heute ist der World Grand Prix deshalb nicht nur wegen Luke Littlers Titelverteidigung interessant.
Auch Michael van Gerwen und Luke Humphries haben in Leicester einiges zu zeigen.
Van Gerwen sucht 2026 weiterhin nach einem tiefen Run bei einem individuellen Major. Humphries muss nach zwei frühen Niederlagen beweisen, dass er bei den großen TV-Turnieren wieder konstant bis in die entscheidenden Runden kommen kann.
Beide haben in dieser Saison bereits bewiesen, dass sie weiterhin Titel gewinnen können. Jetzt geht es darum, dieses Niveau beim World Grand Prix Darts 2026 auch auf die Major-Bühne zu bringen.








