Luke Humphries beim World Grand Prix: Zurück in Topform?

Luke Humphries meldet sich zurück: Wird der World Grand Prix erneut sein Turnier?
Luke Humphries hat beim World Grand Prix 2026 ein deutliches Zeichen gesetzt. Nach einem eher zähen Auftakt gegen Dave Chisnall steigerte sich der Engländer im Achtelfinale klar und ließ Jermaine Wattimena beim 3:0 kaum eine Chance. Nun wartet im Viertelfinale Niels Zonneveld.
Für Humphries kommt die Leistungssteigerung zum richtigen Zeitpunkt. Der frühere Weltmeister hat bei diesem World Grand Prix bislang noch keinen einzigen Satz verloren. Auf das 2:0 gegen Chisnall folgte gegen Wattimena eine wesentlich überzeugendere Vorstellung.
Besonders stark war Humphries beim Start in die Legs. Rund 74 Prozent seiner Versuche auf das benötigte Einstiegsdoppel fanden ihr Ziel. Auch auf den Finishing-Doppeln ließ er nur wenige Möglichkeiten liegen. Dazu kam ein 10-Dart-Leg, das zeigte, welches Niveau der 31-Jährige erreichen kann, wenn Start, Scoring und Checkout zusammenpassen.
Luke Humphries und der World Grand Prix: eine besondere Verbindung
Der PDC World Grand Prix gehört längst zu den erfolgreichsten Turnieren in der Karriere von Luke Humphries. 2023 gewann er hier seinen ersten großen PDC-Major-Titel und leitete damit eine Phase ein, in der er sich endgültig an der Weltspitze etablierte.
Auch danach blieb er in Leicester konstant erfolgreich. 2024 erreichte Humphries erneut das Finale, musste sich dort Mike De Decker geschlagen geben. Ein Jahr später stand er wieder im Endspiel, diesmal verlor er gegen Luke Littler.
2026 steht Humphries nun zum vierten Mal in Folge im Viertelfinale. Diese Serie zeigt, wie gut sein Spiel zum besonderen Double-in-Double-out-Format passt.
Gerade die Doppel gelten als eine der größten Stärken im Spiel von Humphries. Beim World Grand Prix ist das noch wichtiger als bei fast jedem anderen Turnier, weil jedes einzelne Leg zunächst über ein Doppel eröffnet werden muss.
Zonneveld ist mehr als nur ein Außenseiter
Im Viertelfinale trifft Luke Humphries auf Niels Zonneveld. Auf dem Papier geht der Engländer mit deutlich mehr Erfahrung in große TV-Spiele, doch der Niederländer hat bereits gezeigt, dass er in Leicester nicht zufällig so weit gekommen ist.
Zonneveld besiegte zunächst Josh Rock und setzte sich anschließend mit 3:1 gegen Gary Anderson durch. Damit erreichte er erstmals das Viertelfinale eines TV-Ranglistenturniers.
Humphries selbst will seinen Gegner deshalb keinesfalls unterschätzen. Die Erinnerung an das Finale von 2024 dürfte dabei eine Rolle spielen. Damals ging auch Mike De Decker als ungesetzter Spieler ins Turnier und beendete es als überraschender Champion.
Humphries sucht wieder nach einem großen Titel
Für Humphries Darts geht es in Leicester gleichzeitig um mehr als nur das nächste Halbfinale. Sein letzter großer Titel liegt inzwischen einige Zeit zurück. Humphries betont zwar weiterhin, dass sein spielerisches Niveau hoch sei, doch die ganz großen Turniersiege blieben zuletzt aus.
Der Auftritt gegen Wattimena könnte deshalb wichtig gewesen sein. Humphries spielte deutlich souveräner als in Runde eins und zeigte vor allem auf den Doppeln die Qualität, die ihn 2023 zum World-Grand-Prix-Champion gemacht hatte.
Jetzt muss er diese Leistung gegen Zonneveld bestätigen. Gelingt ihm das, würde Humphries zum vierten Mal in Folge mindestens das Halbfinale des World Grand Prix erreichen und wäre seinem zweiten Titel bei diesem besonderen Turnier wieder einen Schritt näher.








