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Home›Dartsspieler›Nathan Aspinall: Karriere, Titel und Spielerprofil

Nathan Aspinall: Karriere, Titel und Spielerprofil

By Wenzel
October 13, 2026
14
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Nathan Aspinall beim Darts – Spielerprofil von „The Asp“

Nathan Aspinall im Profil: „The Asp“ zwischen Major Titeln, Comebacks und Weltspitze

Nathan Aspinall gehört seit Jahren zu den bekanntesten Gesichtern im professionellen Darts. Der Engländer aus Stockport hat zwei große PDC Major Titel gewonnen, mehrere weitere Finals erreicht und sich mit seinem emotionalen Spielstil einen festen Platz unter den beliebtesten Spielern der Tour erarbeitet.

Seine Karriere verlief dabei alles andere als geradlinig. Aspinall verlor früh seine erste Tour Card, musste sich zurück in den Profizirkus kämpfen und stand später wegen Verletzungen und Dartitis erneut vor schwierigen Phasen. Immer wieder gelang ihm jedoch das Comeback.

Der UK Open Titel 2019 machte ihn endgültig zum internationalen Spitzenspieler. Vier Jahre später folgte mit dem Triumph beim World Matchplay der bislang größte Erfolg seiner Karriere.

Auch danach blieb „The Asp“ relevant. 2025 gewann er drei Turniere auf der European Tour, erreichte die Playoffs der Premier League Darts und stand bei den Players Championship Finals im Endspiel. 2026 folgte ein weiterer European Tour Titel in München sowie ein starker Lauf bis ins Halbfinale des World Grand Prix.

In der PDC Weltrangliste gehört Nathan Aspinall damit weiterhin zur erweiterten Weltspitze.

Nathan Aspinall im Überblick

Kategorie Information
Vollständiger Name Nathan Aspinall
Spitzname The Asp
Geburtsdatum 15. Juli 1991
Geburtsort Stockport, England
Nationalität England
Wurfhand Rechts
PDC Seit 2012
Tour Card 2015 bis 2016, seit 2018
Darts Target Nathan Aspinall Signature
bevorzugtes Gewicht 26 Gramm
Walk on Song „Mr. Brightside“ von The Killers
PDC Weltrangliste Platz 11
Major Titel 2
UK Open Sieger 2019
World Matchplay Sieger 2023
PDC Darts WM Halbfinale 2019 und 2020
World Grand Prix Finale 2022, Halbfinale 2026
Grand Slam of Darts Finale 2022
Premier League Darts Finale 2020
Players Championship Finals Finale 2025
World Series Finals Finale 2023
European Tour Titel 4

Die wichtigsten Erfolge von Nathan Aspinall

Jahr Turnier oder Wettbewerb Ergebnis
2026 German Darts Grand Prix Sieger
2026 World Grand Prix Halbfinale
2026 Hungarian Darts Trophy Halbfinale
2026 Players Championship 1 Finale
2026 World Matchplay Achtelfinale
2025 German Darts Championship Sieger
2025 European Darts Open Sieger
2025 European Darts Trophy Sieger
2025 Players Championship Finals Finale
2025 Premier League Darts Halbfinale
2025 US Darts Masters Finale
2023 World Matchplay Sieger
2023 World Series Finals Finale
2022 World Grand Prix Finale
2022 Grand Slam of Darts Finale
2020 Premier League Darts Finale
2020 PDC Darts WM Halbfinale
2019 UK Open Sieger
2019 US Darts Masters Sieger
2019 PDC Darts WM Halbfinale
2018 Players Championship 18 Sieger

2026: Aspinall bleibt Teil der Weltspitze

Nathan Aspinall startete ohne Platz in der Premier League Darts in das Jahr 2026.

Nach mehreren Jahren im Teilnehmerfeld gehörte er diesmal nicht zu den acht ausgewählten Spielern. Für einen Spieler mit seinen Erfolgen war das ein Rückschlag, sportlich verschwand Aspinall deshalb aber keineswegs von der Bildfläche.

Bereits beim ersten Players Championship des Jahres erreichte er das Finale.

Auf dem Weg dorthin besiegte er unter anderem Gabriel Clemens deutlich mit 6:1 und Adam Gawlas im Halbfinale mit 7:4.

Im Endspiel traf Aspinall auf James Wade.

„The Asp“ führte zwischenzeitlich mit 5:3, konnte seinen Vorteil jedoch nicht halten. Wade drehte die Partie und gewann mit 8:6.

Trotz der Niederlage war der Finaleinzug ein gutes Signal für die neue Saison.

European Tour Titel in München

Der erste große Titel des Jahres ließ nicht lange auf sich warten.

Beim German Darts Grand Prix 2026 in München spielte sich Aspinall erneut durch ein starkes European Tour Feld.

Besonders beeindruckend war sein Halbfinale gegen Kevin Doets.

Aspinall dominierte die Begegnung, gewann mit 7:2 und spielte einen Average von 106,40 Punkten.

Im Finale wartete Danny Noppert.

Aspinall ging früh mit 4:1 in Führung, musste anschließend aber mit ansehen, wie Noppert vier Legs in Folge gewann und das Match auf 5:4 drehte.

Genau in dieser Situation zeigte sich eine der größten Stärken des Engländers.

Aspinall blieb ruhig, gewann die nächsten vier Legs und beendete das Finale mit einem 128er Checkout.

8:5 für Nathan Aspinall.

Es war sein vierter Titel auf der PDC European Tour.

Bemerkenswert ist dabei, dass alle vier European Tour Titel in Deutschland zustande kamen.

Drei European Tour Titel bereits 2025

Der Erfolg in München setzte eine Entwicklung fort, die bereits im Vorjahr begonnen hatte.

Bis 2025 hatte Aspinall noch nie ein European Tour Event gewonnen.

Dann änderte sich alles.

Zunächst triumphierte er bei der European Darts Trophy in Göttingen.

Im Finale besiegte er Ryan Joyce mit 8:4.

Nur wenige Monate später folgte der nächste Titel bei den European Darts Open in Leverkusen.

Aspinall musste dort mehrfach über die volle Distanz. Im Viertelfinale bezwang er Chris Dobey mit 6:5, im Halbfinale Wessel Nijman mit 7:6.

Im Finale gegen Damon Heta setzte er sich schließlich mit 8:6 durch.

Der dritte Titel folgte im Oktober bei der German Darts Championship in Hildesheim.

Im Endspiel schlug Aspinall Dirk van Duijvenbode mit 8:6.

Drei European Tour Titel innerhalb einer Saison waren für Aspinall ein außergewöhnlicher Erfolg. Gleichzeitig beendete er das Jahr an der Spitze der European Tour Rangliste.

World Grand Prix 2026: Eine der besten Leistungen seiner Karriere

Einer der stärksten Auftritte der aktuellen Saison gelang Nathan Aspinall beim World Grand Prix.

Das besondere Double In Format liegt ihm grundsätzlich. Bereits 2022 hatte er bei diesem Turnier das Finale erreicht.

2026 kam er erneut weit.

Im Achtelfinale besiegte Aspinall Luke Woodhouse klar mit 3:0 nach Sätzen.

Im Viertelfinale traf er auf Ryan Joyce.

Was danach folgte, gehörte zu den statistisch stärksten Partien in der Geschichte des Turniers.

Aspinall gewann erneut 3:0 und spielte einen Average von 105,15 Punkten.

Bei einem Turnier, bei dem jedes Leg mit einem Doppel begonnen werden muss, ist ein solcher Wert besonders bemerkenswert.

Es war einer der höchsten Winning Averages, die beim World Grand Prix jemals gespielt wurden.

Im Halbfinale wartete Gerwyn Price.

Dieses Mal konnte Aspinall sein außergewöhnliches Niveau nicht wiederholen. Price ging früh in Führung und gewann schließlich mit 5:2 nach Sätzen.

Der Titel blieb aus, doch der Halbfinaleinzug brachte Aspinall auch in der PDC Weltrangliste wieder deutlich nach vorne.

Platz 11 in der PDC Weltrangliste

Aspinall befindet sich inzwischen wieder auf Rang elf der PDC Order of Merit.

Sein Ranking basiert dabei auf einer interessanten Mischung.

Die großen Preisgelder aus der European Tour, seinen Major Runs und den Ergebnissen der vergangenen beiden Jahre sorgen dafür, dass er trotz einiger ausgelassener Players Championships komfortabel innerhalb der erweiterten Weltspitze liegt.

2026 gehört Aspinall auch bei den reinen Jahresultaten zu den erfolgreicheren Spielern der Tour.

Der Abstand zu den Spielern unmittelbar vor ihm ist überschaubar.

Mit guten Ergebnissen bei den kommenden Major Turnieren könnte „The Asp“ deshalb wieder in Richtung Top Ten angreifen.

Halbfinale bei der Hungarian Darts Trophy

Auch auf der European Tour zeigte Aspinall im Spätsommer erneut seine Qualität.

Bei der Hungarian Darts Trophy in Budapest besiegte er zunächst Ryan Joyce mit 6:4.

Im Achtelfinale wartete Michael van Gerwen.

Aspinall setzte sich mit 6:4 durch.

Danach folgte ein hochklassiges Viertelfinale gegen Chris Dobey. Aspinall spielte einen Average von knapp 101 Punkten und gewann im Entscheidungsleg mit 6:5.

Im Halbfinale kam es zum Duell mit Gary Anderson.

Dieses Mal fiel das letzte Leg gegen Aspinall.

Anderson gewann mit 7:6.

Der erneute tiefe Lauf bestätigte aber, dass Aspinall auf der European Tour inzwischen zu den konstantesten Spielern gehört.

World Matchplay 2026: Stark gespielt und trotzdem ausgeschieden

Das World Matchplay besitzt für Aspinall eine besondere Bedeutung.

2023 gewann er das prestigeträchtige Turnier in Blackpool.

2026 kehrte er mit einer starken Leistung an den Ort seines größten Erfolgs zurück.

In der ersten Runde traf Aspinall auf Joe Cullen.

Er gewann mit 10:5 und spielte dabei einen starken Average von 105,32 Punkten.

Im Achtelfinale wartete Luke Littler.

Littler eröffnete das Match unmittelbar mit einem Neun Darter.

Nur wenige Legs später fehlte ihm sogar nur ein Dart zum zweiten perfekten Leg.

Aspinall ließ sich davon trotzdem nicht abschütteln.

Er kämpfte sich zurück, glich zwischenzeitlich zum 7:7 aus und spielte selbst einen Average von über 101 Punkten.

Doch Littler produzierte an diesem Abend eine außergewöhnliche Leistung.

Mit einem Average von 113,68 gewann der Weltklassespieler schließlich 11:8.

Für Aspinall bedeutete das Achtelfinale das Ende des Turniers.

Die Leistung selbst war jedoch deutlich besser, als das reine Ergebnis vermuten lässt.

Die PDC Darts WM und Aspinalls besondere Verbindung zum Ally Pally

Die PDC Darts WM spielte schon früh eine entscheidende Rolle in Aspinalls Karriere.

Bei seinem ersten großen WM Lauf 2019 war er noch ein Außenseiter.

Aspinall schlug auf seinem Weg unter anderem Gerwyn Price, Kyle Anderson, Devon Petersen und Brendan Dolan.

Erst im Halbfinale stoppte ihn Michael Smith.

Nur ein Jahr später bewies Aspinall, dass dieser Lauf kein Zufall gewesen war.

Bei der PDC Darts WM 2020 erreichte er erneut das Halbfinale.

Damit gehörte er innerhalb kürzester Zeit zur internationalen Spitze.

Seinen ersten Weltmeistertitel wartet Aspinall allerdings weiterhin.

Darts WM 2026: Knappes Aus gegen Kevin Doets

Bei der jüngsten WM begann Aspinall mit einem 3:1 Erfolg gegen Lourence Ilagan.

Danach setzte er sich auch gegen Leonard Gates durch.

In der dritten Runde traf er auf Kevin Doets.

Aspinall führte in einem engen Match, doch der Niederländer gewann sechs Legs in Folge und drehte die Begegnung.

Nach sieben Sätzen stand es 4:3 für Doets.

Für Aspinall war das frühe Ausscheiden besonders bitter, weil er wenige Wochen zuvor bei den Players Championship Finals noch hervorragend gespielt hatte.

Players Championship Finals 2025: Wieder ein großes Finale

Ende 2025 zeigte Aspinall in Minehead noch einmal, warum er bei längeren TV Formaten nie abgeschrieben werden darf.

Bei den Players Championship Finals spielte er sich bis ins Endspiel.

Im Achtelfinale schlug er Danny Noppert mit 10:8.

Im Viertelfinale folgte ein 10:8 gegen Josh Rock.

Seine vielleicht beste Leistung kam im Halbfinale.

Gegen Jermaine Wattimena gewann Aspinall deutlich mit 11:2 und spielte einen Average von knapp über 100 Punkten.

Damit erreichte er erstmals das Finale der Players Championship Finals.

Dort traf er auf Luke Littler.

Littler zog zunächst davon und führte mit 8:4.

Aspinall kämpfte sich jedoch zurück und verkürzte auf 9:8.

Erneut zeigte sich sein typischer Kampfgeist.

Littler blieb in der entscheidenden Phase allerdings stabil und gewann schließlich mit 11:8.

Für Aspinall war es bereits das siebte große PDC Finale seiner Karriere.

UK Open 2019: Der erste Major Titel

Der Durchbruch auf der ganz großen Bühne kam bei den UK Open 2019.

Nur wenige Monate nach seinem überraschenden WM Halbfinale bewies Aspinall, dass er sich dauerhaft in der Weltspitze etablieren konnte.

Im Turnierverlauf schlug er unter anderem Gerwyn Price.

Im Finale traf er auf Rob Cross.

Aspinall dominierte das Endspiel und gewann mit 11:5.

Besonders legendär wurde der letzte Dart.

Beim Stand von 10:5 hatte Aspinall 170 Punkte Rest.

Triple 20.

Triple 20.

Bullseye.

Mit einem 170er Checkout gewann Nathan Aspinall seinen ersten Major Titel.

Dieser Moment gehört bis heute zu den bekanntesten Szenen seiner Karriere.

World Matchplay 2023: Der größte Triumph

Vier Jahre nach seinem Erfolg bei den UK Open folgte der zweite Major Titel.

Beim World Matchplay 2023 spielte Aspinall in Blackpool ein hervorragendes Turnier.

Das Finale gegen Jonny Clayton entwickelte sich zunächst ausgeglichen.

Dann übernahm Aspinall komplett die Kontrolle.

Beim Stand von 5:5 gewann er elf Legs in Folge.

Clayton fand keine Antwort mehr.

Aspinall siegte schließlich mit 18:6.

Wieder spielte ein 170er Finish eine wichtige Rolle.

Mit diesem Erfolg gewann „The Asp“ eines der traditionsreichsten Turniere im professionellen Darts und sicherte sich den bis heute größten Titel seiner Karriere.

Grand Slam und World Grand Prix: Zwei Finals 2022

Auch 2022 war Aspinall mehrfach nur einen Schritt von einem weiteren Major Titel entfernt.

Beim World Grand Prix erreichte er das Finale.

Dort verlor er gegen Michael van Gerwen.

Wenige Wochen später gelang ihm beim Grand Slam of Darts der nächste tiefe Lauf.

Aspinall spielte sich erneut ins Endspiel.

Diesmal wartete Michael Smith.

Der spätere Weltmeister gewann deutlich mit 16:5.

Zwei Major Finals innerhalb weniger Wochen zeigten jedoch, dass Aspinall nach einer schweren Verletzungsphase wieder vollständig in der Weltspitze angekommen war.

Premier League Darts: Finale 2020 und starke Saison 2025

Auch die Premier League Darts gehört zu Aspinalls wichtigsten Wettbewerben.

2020 erreichte er das Finale.

Dort traf er auf Glen Durrant und verlor mit 8:11.

In den folgenden Jahren wurde Aspinall mehrfach erneut für die Premier League nominiert.

Besonders erfolgreich verlief die Saison 2025.

Vor heimischem Publikum in Manchester gewann er Night Ten. Im Finale gegen Luke Humphries lag Aspinall zunächst mit 0:3 zurück, drehte das Match aber noch zum 6:4.

Später gewann er auch den Spielabend in Aberdeen.

Am Ende qualifizierte er sich für die Playoffs in London.

Im Halbfinale traf er erneut auf Humphries.

Dieses Mal gewann der spätere Champion mit 10:7.

Für Aspinall war die Qualifikation für die Finals Night trotzdem ein starkes Ergebnis nach mehreren gesundheitlich schwierigen Jahren.

Verletzungen als ständiger Begleiter

Kaum ein Topspieler musste in den vergangenen Jahren so häufig mit körperlichen Problemen kämpfen wie Nathan Aspinall.

Besonders seine Wurfhand und sein Wurfarm machten ihm immer wieder Schwierigkeiten.

Eine schwere Handgelenksverletzung bedrohte zeitweise sogar seine Karriere. Untersuchungen zeigten Schäden an Sehnen, Bändern und Knorpel.

Später kamen Probleme am Ellenbogen hinzu.

2024 musste Aspinall nach dem World Matchplay eine längere Pause einlegen und sich einer intensiven Behandlung unterziehen.

Dass er anschließend wieder regelmäßig tiefe Runs auf der PDC Tour erreichte, gehört zu den bemerkenswertesten Aspekten seiner Karriere.

Der Kampf gegen Dartitis

Neben den körperlichen Verletzungen sprach Aspinall auch offen über ein anderes Problem.

Dartitis.

Dabei handelt es sich um eine mentale Blockade, bei der ein Spieler Schwierigkeiten bekommt, den Dart im entscheidenden Moment sauber loszulassen.

Bei Aspinall wurde das Problem besonders sichtbar, weil sein eigentlich flüssiger Rhythmus immer wieder durch zusätzliche Bewegungen und erneutes Greifen unterbrochen wurde.

Er selbst machte später öffentlich, wie belastend diese Phase für ihn war.

Aspinall arbeitete intensiv daran und suchte sich auch professionelle Unterstützung.

Gerade deshalb besitzt seine Rückkehr zu großen Finals und Turniersiegen eine zusätzliche Bedeutung.

Der Spielstil von Nathan Aspinall

Aspinall ist nicht der klassische Spieler, dessen gesamte Identität ausschließlich über außergewöhnlich hohe Averages definiert wird.

Natürlich kann „The Asp“ dreistellige Werte spielen.

Sein höchster registrierter Average liegt bei 117,50 Punkten.

Seine größte Stärke liegt jedoch häufig in einem anderen Bereich.

Aspinall bleibt in Matches.

Auch wenn ein Gegner besser startet oder statistisch stärker spielt, ist er nur schwer abzuschütteln.

Seine Karriere enthält zahlreiche Spiele, in denen er aus großen Rückständen zurückkam oder Entscheidungslegs gewann.

Dieser Kampfgeist ist zu einem wesentlichen Bestandteil seiner Identität geworden.

Emotionen gehören zu „The Asp“

Wer Nathan Aspinall spielen sieht, erkennt schnell, dass ihm seine Matches nicht gleichgültig sind.

Jeder wichtige Treffer wird gefeiert.

Misslungene Aufnahmen beschäftigen ihn sichtbar.

Aspinall kommuniziert mit dem Publikum, feuert sich selbst an und trägt seine Emotionen offen nach außen.

Genau diese Art macht ihn bei vielen Fans beliebt.

Sie kann ihm allerdings manchmal auch im Weg stehen.

Wenn Aspinall zu sehr mit dem Publikum oder mit sich selbst beschäftigt ist, verliert sein Spiel gelegentlich an Ruhe.

Seine besten Leistungen entstehen deshalb häufig dann, wenn er die Emotionalität behält, gleichzeitig aber seinen Rhythmus kontrolliert.

Nathan Aspinall Walk on Song: „Mr. Brightside“

Der Nathan Aspinall Walk on Song gehört inzwischen zu den bekanntesten Einläufen im PDC Darts.

Aspinall läuft zu „Mr. Brightside“ von The Killers auf die Bühne.

Besonders bei großen britischen Turnieren singt häufig die gesamte Halle mit.

Der Song ist inzwischen so eng mit „The Asp“ verbunden, dass der Walk on selbst zu einem wichtigen Teil seiner Auftritte geworden ist.

Gerade in Manchester oder im Alexandra Palace entsteht regelmäßig eine der lautesten Atmosphären des Abends.

Mit welchen Darts spielt Nathan Aspinall?

Nathan Aspinall steht seit Jahren bei Target Darts unter Vertrag.

Der Engländer verwendet eigene Signature Modelle.

Sein bekanntestes Setup basiert auf 26 Gramm schweren Target Darts.

Über die Jahre entstanden mehrere Generationen und Sondermodelle seiner Spielerdarts. Dazu gehören klassische Signature Varianten sowie neuere Modelle mit Swiss Points und unterschiedlichen Grip Zonen.

Das Barrel ist auf Aspinalls eher kraftvollen, direkten Wurf abgestimmt.

Wie bei vielen Profis können einzelne Komponenten wie Points, Flights oder Shafts im Laufe einer Saison angepasst werden.

Vom Fußballtorwart zum Dart Profi

Bevor Aspinall als Darts Spieler bekannt wurde, spielte Fußball eine große Rolle in seinem Leben.

Er war Torwart und durchlief Nachwuchsstrukturen im Nordwesten Englands.

Auch Manchester United wurde auf ihn aufmerksam.

Aspinall erhielt zudem die Möglichkeit, seine Fußballlaufbahn in Schottland fortzusetzen.

Am Ende führte sein Weg jedoch nicht in den Profifußball.

Später arbeitete er unter anderem im kaufmännischen Bereich, bevor Darts zunehmend wichtiger wurde.

Diese Vergangenheit erklärt zumindest teilweise seinen ausgeprägten Wettkampfcharakter.

Aspinall selbst hat mehrfach beschrieben, wie sehr ihn der sportliche Wettbewerb bereits vor seiner Darts Karriere geprägt hat.

Die erste Tour Card und der schwierige Umweg

Aspinalls Weg in die PDC verlief nicht ohne Rückschläge.

2015 erspielte er sich erstmals eine Tour Card.

Der Durchbruch blieb zunächst aus.

Nach zwei Jahren verlor er seinen Platz auf der professionellen Tour wieder.

Für viele Spieler ist genau dieser Moment das Ende der Hoffnung auf eine größere Karriere.

Aspinall kämpfte weiter.

Er spielte auf der Challenge Tour und Development Tour und arbeitete sich zurück.

2018 erhielt er erneut eine Tour Card.

Dieses Mal nutzte er die Chance.

Players Championship 18: Der erste Ranking Titel

Im September 2018 gewann Aspinall seinen ersten PDC Ranking Titel.

Bei Players Championship 18 spielte er sich bis ins Finale gegen Ryan Searle.

Aspinall gewann mit 6:4.

Dieser Erfolg veränderte seine Karriere.

Nur wenige Monate später folgte der sensationelle Lauf bei der Darts WM.

Wiederum wenige Monate danach war er UK Open Champion.

Innerhalb eines halben Jahres war aus einem Spieler, der gerade erst seine Tour Card zurückgewonnen hatte, ein Major Sieger geworden.

Was Nathan Aspinall so besonders macht

Aspinalls Karriere lässt sich kaum ausschließlich über Titel und Averages erklären.

Viele Spieler besitzen mehr natürliche Leichtigkeit im Wurf.

Andere produzieren noch höhere Scoring Zahlen.

Doch nur wenige Spieler haben so häufig bewiesen, dass sie nach Rückschlägen wiederkommen können.

Tour Card verloren.

Zurückgekämpft.

Major gewonnen.

Schwere Handgelenksverletzung.

Zurückgekämpft.

Dartitis.

Zurückgekämpft.

Ellenbogenprobleme.

Wieder zurückgekämpft.

Genau deshalb passt sein Spitzname „The Asp“ inzwischen fast genauso gut zu seiner Mentalität wie zu seinem Namen.

Wie geht es für Nathan Aspinall weiter?

Sportlich befindet sich Aspinall in einer interessanten Position.

Mit Rang elf in der PDC Weltrangliste ist er wieder näher an den Top Ten. Gleichzeitig muss er in den kommenden Monaten wichtige Preisgelder verteidigen und weiter Punkte sammeln.

Der Halbfinaleinzug beim World Grand Prix hat gezeigt, welches Niveau weiterhin möglich ist.

Sein 105,15 Average gegen Ryan Joyce war kein Ergebnis eines Spielers, der nur noch von vergangenen Erfolgen lebt.

Aspinall kann weiterhin mit der absoluten Weltspitze mithalten.

Kurz nach dem World Grand Prix zog er allerdings seine Teilnahme an der Swiss Darts Trophy zurück. Ein konkreter Grund wurde dafür nicht bekanntgegeben.

Damit bleibt die zentrale Frage dieselbe wie schon in vielen Phasen seiner Karriere:

Kann Nathan Aspinall über längere Zeit gesund bleiben und sein bestes Niveau konstant abrufen?

Wenn ihm das gelingt, gehört „The Asp“ weiterhin zu den Spielern, die bei jedem großen PDC Turnier weit kommen können.

Der UK Open Titel, das World Matchplay, vier European Tour Siege und zahlreiche Major Finals zeigen längst, dass Nathan Aspinall kein kurzfristiges Phänomen war.

Er hat sich seinen Platz in der modernen Darts Geschichte erarbeitet.

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