Michael Smith kämpft um Darts EM 2026 in Maastricht

Michael Smith vor dem EM-Aus: Ex-Weltmeister braucht starken Lauf in Maastricht
Für Michael Smith steht bei der Dutch Darts Championship 2026 viel auf dem Spiel. Der ehemalige Darts-Weltmeister kämpft um seine letzte Chance auf die European Championship in Dortmund. Nur ein erfolgreicher Turnierlauf in Maastricht kann dem Engländer noch einen Platz bei der Darts EM sichern. Bereits in der ersten Runde wartet mit Stephen Burton eine wichtige Hürde.
Das letzte Turnier der PDC European Tour findet vom 16. bis 18. Oktober statt. Danach stehen die 32 Teilnehmer der Europameisterschaft endgültig fest. Für Smith ist die Ausgangslage besonders schwierig, denn der frühere Weltranglistenerste liegt derzeit außerhalb der Qualifikationsplätze.
Michael Smith liegt nur auf Platz 35 der European Tour Rangliste
Noch vor wenigen Jahren gehörte Michael Smith zu den dominierenden Persönlichkeiten im professionellen Darts. Mit seinem WM-Triumph 2023 erreichte „Bully Boy“ den Höhepunkt seiner Karriere und übernahm die Führung der PDC-Weltrangliste.
Inzwischen hat sich seine sportliche Situation deutlich verändert.
Vor dem letzten European Tour Turnier belegt Smith in der European Tour Order of Merit lediglich Platz 35. Mit einem bisherigen Preisgeld von 27.000 Pfund liegt er hinter den entscheidenden Top 32.
Die Ausgangslage im Kampf um die letzten EM-Tickets:
| Platz | Spieler | Preisgeld |
|---|---|---|
| 31 | Martin Schindler | £34.500 |
| 32 | Stephen Bunting | £33.000 |
| 33 | Karel Sedlacek | £31.000 |
| 34 | Joe Cullen | £29.500 |
| 35 | Michael Smith | £27.000 |
| 36 | Sebastian Bialecki | £26.000 |
| 37 | Daryl Gurney | £22.000 |
Besonders bitter für Smith: Selbst ein Sieg in der ersten Runde würde nicht ausreichen, um die notwendige Verbesserung zu erzielen.
Der Engländer muss mindestens das Viertelfinale erreichen, um seine Qualifikationschance aufrechtzuerhalten. Selbst dann ist er von den Ergebnissen seiner Konkurrenten abhängig.
Stephen Burton wird zur ersten entscheidenden Hürde
Zum Auftakt der Dutch Darts Championship trifft Michael Smith am Freitagabend auf Stephen Burton.
Auf dem Papier geht der ehemalige Weltmeister als Favorit in die Begegnung. Allerdings hat Smith in den vergangenen Monaten immer wieder Schwierigkeiten gehabt, sein gewohntes Leistungsniveau konstant abzurufen.
Burton kann dagegen vergleichsweise befreit aufspielen. Für ihn bietet die Begegnung eine Gelegenheit, einen der bekanntesten Spieler der PDC zu schlagen.
Sollte Smith gewinnen, wartet bereits am Samstag die nächste schwere Aufgabe.
In der zweiten Runde würde er auf Nathan Aspinall treffen. Damit könnte es früh zu einem Duell zweier englischer Major-Sieger kommen.
Für Smith bedeutet das einen besonders anspruchsvollen Weg. Er muss mehrere Spiele gegen starke Gegner gewinnen, um überhaupt in die Nähe der benötigten Ranglistenposition zu gelangen.
Starker Auftritt in Basel macht Michael Smith Hoffnung
Dass Smith weiterhin zu guten Leistungen fähig ist, zeigte sich zuletzt bei der Swiss Darts Trophy in Basel.
Dort gelang ihm ein wichtiger Turnierlauf, mit dem er seine Chancen auf die European Championship zumindest am Leben hielt.
Auch die Qualifikation für Maastricht war ein positives Signal.
Beim Tour Card Holder Qualifier in Den Bosch setzte sich Smith unter anderem gegen Connor Scutt und David Sharp durch. Gegen Sharp gewann er mit 6:4 und spielte dabei einen Average von rund 95 Punkten.
Für einen Spieler, der in der jüngeren Vergangenheit immer wieder mit schwankenden Leistungen zu kämpfen hatte, waren diese Ergebnisse wichtig.
Allerdings bleibt die entscheidende Frage, ob Smith seine Form auch unter dem deutlich höheren Druck eines European Tour Turniers bestätigen kann.
Warum die Darts EM für Michael Smith so wichtig ist
Die European Championship gehört zu den bedeutenden Ranking-Turnieren im PDC-Kalender.
Vom 22. bis 25. Oktober treten in Dortmund die besten 32 Spieler der European Tour Saison gegeneinander an.
Für Michael Smith wäre eine Nichtqualifikation ein weiterer Rückschlag nach einer schwierigen Phase seiner Karriere.
Der Engländer hat bereits große Titel gewonnen, darunter die PDC-Weltmeisterschaft und den Grand Slam of Darts. Doch frühere Erfolge garantieren keinen Startplatz bei der Europameisterschaft.
Entscheidend ist ausschließlich das Preisgeld, das ein Spieler im Laufe der Saison auf der European Tour gesammelt hat.
Gerade dieses System macht die Schlussphase besonders spannend. Spieler, die auf der allgemeinen PDC-Weltrangliste deutlich höher stehen, können die EM verpassen, wenn sie auf der European Tour nicht genügend Preisgeld gewonnen haben.
Auch Martin Schindler und Stephen Bunting stehen unter Druck
Michael Smith ist nicht der einzige bekannte Spieler, für den Maastricht eine große Bedeutung hat.
Martin Schindler liegt unmittelbar oberhalb der Qualifikationsgrenze auf Platz 31. Der Deutsche muss deshalb ebenfalls auf die Ergebnisse seiner Konkurrenten achten.
Besonders interessant könnte für Schindler die zweite Runde werden. Dort trifft er auf den Sieger der Partie zwischen Karel Sedlacek und Callan Rydz.
Sedlacek belegt aktuell Platz 33 und gehört damit zu den direkten Verfolgern.
Auch Stephen Bunting ist noch nicht vollständig abgesichert. Der Engländer liegt mit 33.000 Pfund auf dem letzten vorläufigen Qualifikationsplatz.
Damit sind gleich mehrere bekannte Spieler in den Kampf um die verbleibenden Startplätze verwickelt.
Für die Zuschauer verspricht das zusätzliche Spannung, denn nicht nur der Turniersieg, sondern bereits einzelne Ergebnisse können erhebliche Auswirkungen auf die EM-Qualifikation haben.
Ein früheres Heimturnier gewann Michael Smith bereits
Maastricht ist für Michael Smith kein unbekannter Erfolgsort auf der European Tour.
Der Engländer gewann die Dutch Darts Championship bereits 2022. Damals setzte er sich im Finale mit 8:7 gegen Danny Noppert durch.
Vier Jahre später sind die Voraussetzungen völlig anders.
Während Smith damals zu den stärksten Spielern der Welt gehörte, muss er inzwischen um die Teilnahme an einem der wichtigsten Turniere der Saison kämpfen.
Ein weiterer Erfolg in den Niederlanden könnte deshalb sportlich und mental besonders wertvoll sein.
Kann Michael Smith seine Saison noch retten?
Die Ausgangslage ist klar: Michael Smith benötigt in Maastricht einen außergewöhnlich starken Auftritt.
Mit Stephen Burton wartet zunächst ein Gegner, den er schlagen muss. Anschließend könnte Nathan Aspinall seinen Weg kreuzen. Selbst mit zwei Siegen wäre die Qualifikation noch nicht gesichert.
Der ehemalige Weltmeister hat in seiner Karriere mehrfach bewiesen, dass er große Turniere gewinnen kann. Seine aktuelle Situation zeigt jedoch, wie schnell sich die Kräfteverhältnisse im professionellen Darts verändern können.
Für Michael Smith geht es in Maastricht deshalb um weit mehr als einen weiteren European Tour Auftritt. Der Engländer kämpft um seine letzte Chance, bei der Darts Europameisterschaft 2026 in Dortmund dabei zu sein.








