Darts EM 2026 ohne Belgier: Huybrechts verpasst Ticket

Darts EM 2026 ohne Belgier: Kim Huybrechts verliert letztes Ticket an Karel Sedlacek
Für Kim Huybrechts ist der Traum von der Darts Europameisterschaft 2026 auf besonders bittere Weise geplatzt. Der Belgier verpasste die Qualifikation für das Turnier in Dortmund trotz identischen Preisgeldes mit Karel Sedlacek. Beide Spieler beendeten die European Tour Saison mit 34.500 Pfund, doch der Tscheche sicherte sich aufgrund der geltenden Ranglistenregel den letzten verfügbaren Startplatz.
Auch Mike De Decker und Dimitri Van den Bergh werden in Dortmund fehlen. Damit findet die European Championship vom 22. bis 25. Oktober ohne belgische Beteiligung statt.
Vier vergebene Matchdarts werden Huybrechts zum Verhängnis
Für Huybrechts begann das entscheidende Wochenende in Maastricht mit einer dramatischen Niederlage.
Bei der Dutch Darts Championship traf der 40-Jährige in der ersten Runde auf den niederländischen Qualifikanten Jimmy van Schie.
Huybrechts spielte einen Average von 96,61 Punkten und warf vier 180er. Beim Stand von 5:4 hatte er bereits drei Matchdarts, konnte jedoch keinen davon verwandeln.
Auch im entscheidenden elften Leg vergab der Belgier eine weitere Chance zum Sieg.
Van Schie nutzte die Gelegenheit und gewann mit einem spektakulären 116er-Finish zum 6:5.
Vier vergebene Matchdarts und eine Niederlage im Entscheidungsleg kosteten Huybrechts die Möglichkeit, seine Position in der European Tour Rangliste zu verbessern.
Karel Sedlacek sichert sich das letzte EM-Ticket
Besonders bitter wurde das Ausscheiden für Huybrechts durch die Ergebnisse von Karel Sedlacek.
Der Tscheche gewann seine Auftaktbegegnung gegen Callan Rydz mit 6:4 und sammelte damit wichtiges Ranglistenpreisgeld.
Am Samstag verlor Sedlacek zwar mit 4:6 gegen Martin Schindler, doch seine Einnahmen aus Maastricht reichten aus, um mit Huybrechts gleichzuziehen.
Beide Spieler beendeten die Saison mit 34.500 Pfund.
Bei Punktgleichheit entschieden die geltenden zusätzlichen Ranglistenkriterien zugunsten des Tschechen.
Die endgültigen Positionen rund um die Qualifikationsgrenze:
| Platz | Spieler | Preisgeld |
|---|---|---|
| 28 | Stephen Bunting | £43.000 |
| 29 | Cameron Menzies | £40.500 |
| 30 | Dave Chisnall | £40.500 |
| 31 | Martin Schindler | £39.500 |
| 32 | Karel Sedlacek | £34.500 |
| 33 | Kim Huybrechts | £34.500 |
| 34 | Sebastian Bialecki | £29.500 |
| 35 | Joe Cullen | £29.500 |
Sedlacek sicherte sich damit den 32. und letzten Platz für die Darts EM. Huybrechts blieb als erster nicht qualifizierter Spieler zurück.
Stephen Bunting rettet seine EM-Teilnahme
Einer der Gewinner des letzten European Tour Wochenendes war Stephen Bunting.
Der Engländer war mit lediglich 33.000 Pfund und erheblichen Qualifikationssorgen nach Maastricht gereist.
Im entscheidenden Zweitrundenspiel gegen Cameron Menzies setzte sich „The Bullet“ jedoch mit 6:2 durch und verbesserte seine Ausgangslage deutlich.
Anschließend besiegte Bunting Nathan Aspinall mit 6:1 und Damon Heta mit 6:3. Erst im Halbfinale musste er sich dem späteren Turniersieger Niels Zonneveld mit 4:7 geschlagen geben.
Mit 10.000 Pfund Preisgeld aus Maastricht beendete Bunting die European Tour Saison auf Platz 28 und qualifizierte sich damit für Dortmund.
Während Bunting seine schwierige Ausgangslage in einen erfolgreichen Turnierlauf verwandelte, blieb Huybrechts ohne zusätzliche Ranglisteneinnahmen.
Auch Mike De Decker und Dimitri Van den Bergh fehlen
Die endgültige Teilnehmerliste ist für den belgischen Darts-Sport insgesamt enttäuschend.
Mike De Decker scheiterte in Maastricht bereits in der ersten Runde mit 4:6 gegen Niels Zonneveld.
Der ehemalige World Grand Prix Sieger beendete die European Tour Saison mit 13.500 Pfund auf Platz 47 und verpasste damit die Qualifikation deutlich.
Auch Dimitri Van den Bergh spielte auf der European Tour nicht genügend Preisgeld ein, um sich für die Europameisterschaft zu qualifizieren.
Damit wird Belgien erstmals seit längerer Zeit bei einem wichtigen europäischen PDC-Turnier ohne seine bekanntesten Vertreter auskommen müssen.
Deutsche Spieler schaffen den Sprung nach Dortmund
Während die belgischen Profis enttäuscht wurden, dürfen sich zwei Deutsche auf die European Championship freuen.
Martin Schindler sicherte seine Teilnahme durch den wichtigen 6:4-Erfolg gegen Karel Sedlacek in Maastricht. In der abschließenden European Tour Order of Merit belegte er mit 39.500 Pfund den 31. Platz.
Niko Springer hatte sein EM-Ticket bereits zuvor sicher und beendete die Rangliste mit 45.500 Pfund auf Platz 26.
Die beiden deutschen Teilnehmer erwarten schwierige Auftaktaufgaben. Schindler trifft auf Wessel Nijman, während Springer gegen Jonny Clayton antreten muss.
Bitterer Saisonabschluss für Kim Huybrechts
Für Kim Huybrechts bleibt das Wochenende in Maastricht ein besonders schmerzhafter Rückschlag.
Der Belgier hatte die EM-Qualifikation vor dem letzten European Tour Turnier noch selbst in der Hand. Ein einziger verwandelter Matchdart gegen Jimmy van Schie hätte seine Chancen erheblich verbessern können.
Stattdessen musste er nach dem 5:6 auf die Ergebnisse der Konkurrenz hoffen.
Am Ende fehlte nicht einmal zusätzliches Preisgeld gegenüber dem letzten Qualifikanten. Die Entscheidung fiel aufgrund der Ranglistenregel bei Gleichstand.
Für Huybrechts endet der Kampf um Dortmund damit auf denkbar bittere Weise. Während Stephen Bunting und Karel Sedlacek ihre Startplätze sicherten, bleibt der Belgier trotz 34.500 Pfund Preisgeld außerhalb der besten 32 Spieler der European Tour Saison.




