Luke Humphries nach Littler-Aus: Zusätzlicher Druck beim World Grand Prix

Humphries nach Littler-Aus: „Ich hasse den zusätzlichen Druck“
Luke Humphries gehört nach dem frühen Aus von Luke Littler plötzlich noch stärker zu den Spielern, auf die beim World Grand Prix 2026 geschaut wird. Genau diese zusätzliche Aufmerksamkeit gefällt dem früheren Weltmeister allerdings überhaupt nicht.
Littler war bereits in der ersten Runde überraschend an Luke Woodhouse gescheitert. Damit ist einer der größten Titelfavoriten früh aus dem Turnier verschwunden. Für Humphries verändert sich dadurch automatisch die Wahrnehmung: Viele sehen ihn nun als einen der Spieler, die den Titel in Leicester unbedingt nutzen könnten.
Der Engländer selbst möchte davon jedoch möglichst wenig wissen.
Humphries will nicht über Favoritenrollen sprechen
Humphries machte deutlich, dass er den zusätzlichen Druck nach Littlers Ausscheiden nicht mag.
Er wolle sich nicht damit beschäftigen, ob der Turnierbaum nun vermeintlich einfacher geworden sei oder ob er plötzlich als größerer Favorit gelte. Gerade beim World Grand Prix könne ein einziges schlechtes Set reichen, um ein Match komplett zu verlieren.
Das spezielle Double-in, Double-out-Format macht das Turnier ohnehin unberechenbar.
Für Humphries zählt deshalb nur das nächste Match.
Sicherer Auftakt gegen Dave Chisnall
Sportlich hat Humphries seine erste Aufgabe bereits erledigt.
Gegen Dave Chisnall gewann er mit 2:0 nach Sätzen und zog ohne großen Umweg in die zweite Runde ein. Sein Niveau war dabei nicht durchgehend überragend, doch genau das dürfte ihm gefallen haben: Auch ohne perfekte Vorstellung kam er sicher weiter.
Beim World Grand Prix ist das keineswegs selbstverständlich.
Schon die erste Runde hat gezeigt, wie schnell bekannte Namen verschwinden können. Neben Littler mussten auch Michael van Gerwen, Josh Rock, Chris Dobey und Rob Cross früh die Heimreise antreten.
Littlers Niederlage verändert den Turnierbaum
Natürlich hat Littlers Aus trotzdem Auswirkungen auf das Turnier.
Der Titelverteidiger gehörte vor dem Start zu den meistgenannten Kandidaten auf den Sieg. Sein frühes Ausscheiden öffnet den Weg für andere Spieler und verändert die Dynamik im Feld.
Humphries gehört dabei automatisch zu den prominentesten verbliebenen Namen.
Neben ihm sind unter anderem Gerwyn Price, Gary Anderson, James Wade und Gian van Veen noch im Wettbewerb.
Doch gerade in Leicester bedeutet ein großer Name wenig, wenn die Startdoppel nicht funktionieren.
Jermaine Wattimena wartet in Runde zwei
Der nächste Gegner für Luke Humphries ist Jermaine Wattimena.
Der Niederländer setzte sich in der ersten Runde klar mit 2:0 gegen Chris Dobey durch und reist deshalb mit viel Selbstvertrauen in das Achtelfinale.
Für Humphries wird die Aufgabe damit deutlich schwieriger.
In der zweiten Runde wird über eine längere Distanz gespielt. Das gibt zwar mehr Zeit, einen schwachen Start zu korrigieren, gleichzeitig wird die Konstanz auf den Doppeln noch wichtiger.
Humphries weiß genau, dass er sich keinen lockeren Abend leisten kann.
Die Erinnerung an 2025 ist noch frisch
Der World Grand Prix gehört zu den Turnieren, mit denen Humphries eine besondere Geschichte verbindet.
2023 gewann er den Titel und etablierte sich endgültig an der Weltspitze. Zwei Jahre später erreichte er erneut das Finale, verlor dort aber deutlich gegen Luke Littler.
2026 bekommt er nun eine neue Chance.
Littler ist bereits ausgeschieden. Das bedeutet allerdings nicht automatisch, dass der Weg zum Titel frei ist.
Humphries selbst scheint genau das vermeiden zu wollen: die Idee, dass jetzt alles einfacher werde.
Druck gehört jetzt trotzdem dazu
Ganz vermeiden lässt sich die Diskussion nicht.
Wenn der amtierende Champion früh ausscheidet und gleichzeitig weitere große Namen verschwinden, verschiebt sich die Aufmerksamkeit zwangsläufig auf die verbliebenen Topspieler.
Humphries gehört dazu.
Für Darts heute ist deshalb besonders spannend, wie er mit dieser Situation umgeht. Sein Auftakt war sicher, aber der schwierigere Teil des Turniers beginnt erst jetzt.
Und gerade beim World Grand Prix 2026 hat die erste Runde bereits bewiesen, dass Favoritenrollen nur wenig bedeuten.








