Luke Littler 2026: Diese fünf Darts-Titel fehlen noch
Luke Littler jagt Darts-Geschichte: Diese fünf Titel fehlen ihm 2026 noch
Luke Littler steht vor den vielleicht wichtigsten Monaten seiner bisherigen Karriere. Der Weltranglistenerste hat 2026 bereits eine außergewöhnliche Titelsammlung aufgebaut und kann in den kommenden Wochen etwas erreichen, das es in dieser Form im modernen Darts noch nicht gegeben hat.
Der Engländer hat in diesem Jahr bereits die World Darts Championship, die World Masters, die UK Open und das World Matchplay gewonnen. Dazu kommen die Premier League Darts sowie gemeinsam mit Luke Humphries der World Cup of Darts.
Damit fehlt Littler nur noch ein Teil des Weges zu einem historischen Ziel: Er will alle großen PDC-Titel innerhalb eines Kalenderjahres gewinnen. Fünf Turniere stehen zwischen ihm und diesem außergewöhnlichen Erfolg.
Luke Littler 2026: Eine Saison ohne Pause
Dass Littler überhaupt in diese Situation gekommen ist, zeigt, wie dominant sein Jahr bislang verlaufen ist.
Schon bei der Weltmeisterschaft setzte er den ersten großen Marker. Danach folgten die World Masters und die UK Open. Im Frühjahr holte er erneut die Premier League, im Sommer gewann er zusammen mit Humphries den World Cup und anschließend auch das World Matchplay.
Selbst außerhalb der Majors blieb Littler erfolgreich. Anfang September gewann er die Czech Darts Open 2026. Auf dem Weg zum Titel besiegte er unter anderem Danny Noppert, Michael van Gerwen und im Finale Luke Humphries.
Doch genau jetzt beginnt der komplizierteste Teil seiner Mission.
World Series of Darts Finals: Der nächste Schritt
Der erste der noch fehlenden Titel sind die World Series of Darts Finals 2026 in Amsterdam.
Littler kennt dieses Turnier bestens. 2024 gewann er den Titel, 2025 stand er erneut im Finale, musste sich dort aber Michael van Gerwen mit 7:11 geschlagen geben.
In diesem Jahr beginnt seine Reise gegen Danny Noppert.
Ein Erfolg in Amsterdam würde den ersten der fünf noch offenen Titel aus Littlers Liste streichen und gleichzeitig zusätzlichen Druck vor den nächsten großen Turnieren nehmen.
Die World Series Finals sind allerdings nur der Anfang.
World Grand Prix: Das besondere Format wartet
Nur wenige Tage nach Amsterdam geht es mit dem World Grand Prix 2026 weiter.
Das Turnier wird vom 28. September bis zum 4. Oktober ausgetragen. Littler trifft in der ersten Runde auf Luke Woodhouse.
Der World Grand Prix unterscheidet sich durch sein Double-in, Double-out-Format deutlich von den meisten anderen großen PDC-Turnieren. Littler selbst hat in der Vergangenheit erklärt, dass ihm dieses Format nicht besonders liegt und das Turnier zu den schwierigsten im Kalender zählt.
Trotzdem weiß er inzwischen genau, wie man dort gewinnt. 2025 bezwang er Luke Humphries im Finale deutlich mit 6:1.
Eine erfolgreiche Titelverteidigung würde ihn seinem großen Ziel erneut einen Schritt näherbringen.
European Championship fehlt noch in Littlers Karriere
Danach wartet möglicherweise der interessanteste Titel überhaupt.
Die European Championship 2026 findet vom 22. bis 25. Oktober in Dortmund statt. Im Gegensatz zu vielen anderen Majors hat Littler dieses Turnier bislang noch nicht gewonnen.
2025 endete seine Reise bereits in der zweiten Runde mit einer 7:10-Niederlage gegen James Wade.
Sein Sieg bei den Czech Darts Open hat Littler inzwischen einen Platz für Dortmund gesichert. Genau deshalb besitzt die European Championship in diesem Herbst eine besondere Bedeutung.
Sie ist nicht nur Teil seiner Jagd auf den perfekten 2026-Kalender, sondern gleichzeitig eine noch offene Lücke in seiner persönlichen Titelsammlung.
Grand Slam of Darts: Der dritte Titel in Folge?
Im November folgt der Grand Slam of Darts in Wolverhampton.
Littler geht dort mit einer ungewöhnlichen Ausgangslage an den Start. Er hat die vergangenen beiden Ausgaben gewonnen und könnte 2026 den dritten Grand-Slam-Titel in Folge holen.
Das macht dieses Turnier gleich in zweifacher Hinsicht interessant.
Einerseits gehört der Grand Slam zu den fünf noch fehlenden Erfolgen seiner 2026-Mission. Andererseits könnte Littler gleichzeitig eine eigene Serie weiter ausbauen.
Doch selbst ein Sieg in Wolverhampton würde die größte Unsicherheit seines Jahres noch nicht beseitigen.
Players Championship Finals werden zum größten Problem
Aus sportlicher Sicht erscheint es fast absurd: Luke Littler könnte alle großen Turniere gewinnen und trotzdem Gefahr laufen, bei einem Major überhaupt nicht dabei zu sein.
Genau das betrifft die Players Championship Finals 2026.
Für das Turnier in Minehead qualifizieren sich die besten 64 Spieler der Players Championship Order of Merit. Littler steht aktuell jedoch nur auf Rang 125 und hat dort bislang 10.500 Pfund Preisgeld gesammelt.
Der derzeitige 64. Platz liegt bei 27.500 Pfund.
Damit fehlen Littler nach aktuellem Stand mindestens 17.000 Pfund, wobei sich die Grenze in den verbleibenden Turnieren natürlich noch verändern kann. Nur sechs Players Championship Events stehen noch im Kalender.
Der Grund für diese ungewöhnliche Situation ist einfach: Littler hat 2026 einen großen Teil der Floor-Turniere ausgelassen.
Bei Players Championship 27 erreichte er immerhin das Viertelfinale, verlor dort aber nach einem Decider mit 5:6 gegen Jermaine Wattimena. Bei seinen bisherigen beiden Players-Championship-Auftritten des Jahres kam er auf ein Viertelfinale und ein Halbfinale.
Sechs Floor-Turniere entscheiden über Minehead
Littler bleiben noch sechs Möglichkeiten, um genügend Preisgeld für die Players Championship Finals zu sammeln.
Am 22. und 23. September werden Players Championship 29 und 30 in Den Bosch gespielt. Danach folgen Ende Oktober zwei weitere Events in Den Bosch sowie Anfang November Players Championship 33 und 34 in Leicester.
Ein Turniersieg bringt aktuell 15.000 Pfund für die Order of Merit.
Rein rechnerisch könnte also bereits ein sehr starkes Wochenende Littlers Ausgangslage komplett verändern. Gleichzeitig darf man die aktuelle Differenz nicht als feste Qualifikationsgrenze betrachten, weil natürlich auch seine Konkurrenten weiteres Preisgeld sammeln können.
Genau deshalb könnte ausgerechnet die Qualifikation für Minehead zum schwierigsten Teil seiner gesamten Mission werden.
Diese fünf Titel fehlen Luke Littler 2026 noch
World Series of Darts Finals, 17. bis 20. September
World Grand Prix, 28. September bis 4. Oktober
European Championship, 22. bis 25. Oktober
Grand Slam of Darts, 14. bis 22. November
Players Championship Finals, 27. bis 29. November
Vier dieser Turniere kann Littler direkt am Board entscheiden.
Beim fünften muss er zunächst überhaupt dafür sorgen, dass er teilnehmen darf.
Kann 2026 zum historischen Jahr für Luke Littler werden?
Schon jetzt ist die Luke Littler Saison 2026 außergewöhnlich.
Doch die kommenden zehn Wochen könnten darüber entscheiden, ob daraus eines der bemerkenswertesten Jahre der Darts-Geschichte wird.
Mit der World Series in Amsterdam beginnt nun die entscheidende Phase. Danach folgen World Grand Prix, European Championship und Grand Slam fast ohne lange Pause.
Und während Littler dort um weitere große Pokale kämpft, läuft im Hintergrund gleichzeitig das Rennen um die Players Championship Finals.
Das macht seine Situation so außergewöhnlich: Der beste Spieler der Welt jagt nicht nur Titel. Er jagt einen perfekten Major-Kalender und muss gleichzeitig auf kleineren Floor-Events um die Teilnahme am letzten Turnier seiner Mission kämpfen.
Für Darts heute wird die Frage deshalb in den kommenden Monaten immer wieder dieselbe sein: Wie lange bleibt Luke Littlers Traum vom historischen Clean Sweep 2026 am Leben?









