Maik Kuivenhoven: Weniger Arbeit für Darts WM Comeback

Maik Kuivenhoven reduziert Arbeitszeit und feiert Comeback bei der Darts WM 2027
Maik Kuivenhoven hat für seine Darts-Karriere eine wichtige Entscheidung getroffen. Der 38-jährige Niederländer arbeitet seit rund einem Jahr weniger und hat innerhalb seines Unternehmens eine neue Position übernommen. Dadurch bleibt ihm mehr Zeit für Training und Erholung. Die Veränderung zeigt bereits Wirkung: Kuivenhoven erreichte 2026 erstmals ein Finale auf der PDC Players Championship Tour und steht vor seiner Rückkehr zur Darts WM.
Nach mehreren schwierigen Jahren scheint für den Niederländer endlich vieles zusammenzupassen. Im Podcast „Darts Draait Door“ sprach er offen über die Belastung durch Beruf, Familie und Profisport. Auch seine Freundin spielte bei der Entscheidung eine wichtige Rolle.
Maik Kuivenhoven arbeitet weniger für seine Darts-Karriere
Anders als viele internationale Topspieler geht Kuivenhoven weiterhin einer regulären Beschäftigung nach. Über Jahre musste er seine Arbeit, das Familienleben und zahlreiche Dartsturniere miteinander vereinbaren.
Besonders schwierig war die Trainingsplanung. Häufig konnte der Niederländer erst abends ans Dartboard, wenn seine Kinder bereits im Bett waren.
Deshalb entschied er sich gemeinsam mit seiner Familie für eine Veränderung.
Seit rund einem Jahr nimmt sich Kuivenhoven an zwei Nachmittagen pro Woche zusätzliche Freizeit. Außerdem gab er seine Führungsposition auf und wechselte innerhalb des Unternehmens in die Arbeitsvorbereitung.
Dadurch trägt er weniger Verantwortung für andere Mitarbeiter und kann seine beruflichen Aufgaben flexibler organisieren.
Der Unterschied ist für ihn deutlich spürbar. Er kann inzwischen auch tagsüber trainieren und hat mehr Möglichkeiten, sich vor wichtigen Turnieren zu erholen.
Ganz auf seinen Beruf verzichtet Kuivenhoven allerdings nicht. Selbst während internationaler Turnierreisen bleibt er für seinen Arbeitgeber erreichbar.
Familie unterstützt Kuivenhovens mutige Entscheidung
Der Schritt war nicht selbstverständlich. Weniger Arbeitsstunden bedeuten schließlich auch geringere Einnahmen.
Kuivenhoven besprach die Möglichkeiten deshalb ausführlich mit seiner Freundin. Gemeinsam kamen beide zu dem Schluss, dass er seiner Darts-Karriere noch einmal eine größere Chance geben sollte.
Der Niederländer hatte zuvor mehrfach wichtige Qualifikationen und größere sportliche Erfolge knapp verpasst. Besonders diese wiederholten Rückschläge beschäftigten ihn.
Vor rund zwei Jahren hatte er sogar über seine sportliche Zukunft nachgedacht. Seine Freundin überzeugte ihn jedoch, nicht aufzugeben und erneut bei der PDC Q-School anzutreten.
Auch sein Arbeitgeber unterstützte die Entscheidung, die beruflichen Aufgaben anzupassen.
Für Kuivenhoven bedeutet diese Unterstützung viel. Schließlich müssen zahlreiche andere Profis Urlaubstage oder unbezahlten Urlaub nutzen, um an PDC-Turnieren teilnehmen zu können.
Erstes Players Championship Finale gegen Rob Cross
Sportlich zahlte sich die Umstellung spätestens im Juni aus.
Am 17. Juni 2026 erreichte Kuivenhoven bei Players Championship 22 in Wigan erstmals in seiner Karriere das Finale eines PDC-Ranglistenturniers.
Auf dem Weg dorthin setzte er sich gegen mehrere starke Gegner durch. Besonders bemerkenswert war sein Viertelfinalsieg gegen Gian van Veen.
| Runde | Gegner | Ergebnis |
|---|---|---|
| Achtelfinale | Ryan Searle | 6:3 |
| Viertelfinale | Gian van Veen | 6:3 |
| Halbfinale | Tom Bissell | 7:6 |
| Finale | Rob Cross | 5:8 |
Das Halbfinale gegen Tom Bissell entwickelte sich zu einem echten Krimi. Erst im entscheidenden Leg setzte sich Kuivenhoven mit 7:6 durch.
Im Endspiel wartete mit Rob Cross ein ehemaliger Weltmeister. Der Engländer gewann schließlich mit 8:5 und verhinderte Kuivenhovens ersten PDC-Titel.
Trotz der Niederlage war der Finaleinzug ein wichtiger Karrierehöhepunkt. Er bestätigte, dass der Niederländer auch gegen etablierte Spitzenspieler auf höchstem Niveau bestehen kann.
Rückkehr zur Darts WM nach vier Jahren
Noch wichtiger als das Finale in Wigan ist für Kuivenhoven seine Rückkehr zur PDC-Weltmeisterschaft.
Der Niederländer hatte bereits an den Weltmeisterschaften 2021 und 2022 teilgenommen. Danach verpasste er mehrfach die Qualifikation.
Für die kommende Darts WM 2027 hat er sich nun wieder einen Startplatz gesichert.
Damit kehrt Kuivenhoven nach vier Jahren Abwesenheit auf die Bühne des Alexandra Palace zurück.
Für den 38-Jährigen bedeutet das mehr als einen weiteren Turnierstart. Die WM-Qualifikation ist eine Bestätigung dafür, dass sich die Veränderungen in seinem Alltag und die zusätzliche Trainingsarbeit gelohnt haben.
Kuivenhoven will zurück in die Top 50 der Weltrangliste
Kuivenhoven hat in seiner Karriere bereits Platz 48 der PDC Order of Merit erreicht. Er ist überzeugt, dass er wieder auf ein ähnliches Niveau zurückkehren kann.
Dabei betrachtet er das steigende Preisgeld nicht als wichtigsten Antrieb. Sein reguläres Einkommen und das seiner Freundin bilden weiterhin die finanzielle Grundlage der Familie.
Die Einnahmen aus dem Dartsport sind für ihn eine zusätzliche Belohnung. Dadurch verspürt er weniger Druck, jedes Turnier unbedingt erfolgreich abschließen zu müssen.
Auch die sportliche Entwicklung gibt ihm recht. Sein erstes Players Championship Finale und die gesicherte WM-Teilnahme sind zwei wichtige Ergebnisse einer bislang erfolgreichen Saison.
Ganz ohne Rückschläge verlief das Jahr allerdings nicht. Bei der Swiss Darts Trophy in Basel besiegte Kuivenhoven zunächst Raymond van Barneveld mit 6:3, unterlag anschließend jedoch dem späteren Turniersieger Jonny Clayton mit 1:6.
Solche Niederlagen gehören weiterhin dazu. Entscheidend ist für Kuivenhoven, dass er inzwischen besser vorbereitet und mit mehr Energie in seine Matches gehen kann.
Die kommenden Monate bieten ihm die Gelegenheit, seine positive Entwicklung fortzusetzen. Besonders bei der Darts WM 2027 möchte der Niederländer zeigen, dass sein Comeback kein Zufall ist.








