Pro Tour Order of Merit: Nijman vor Littler und Van Gerwen

Pro Tour Order of Merit: Nijman dominiert, Littler und Van Gerwen weit zurück
Die Pro Tour Order of Merit zeigt aktuell ein ungewohntes Bild. Während Wessel Nijman die Rangliste mit großem Vorsprung anführt, stehen mehrere der bekanntesten Namen der PDC überraschend weit hinten.
Luke Littler liegt nur auf Rang 27. Michael van Gerwen steht unmittelbar davor auf Platz 26. Auch Luke Humphries und Gian van Veen schaffen es derzeit nicht in die Top 10.
Das liegt allerdings weniger an fehlender Qualität als an der besonderen Struktur dieser Rangliste.
Wessel Nijman mit großem Vorsprung an der Spitze
Der klare Spitzenreiter heißt Wessel Nijman.
Der Niederländer steht aktuell bei 319.750 Pfund Preisgeld und hat sich damit einen komfortablen Vorsprung erarbeitet. Besonders seine starke erste Saisonhälfte macht sich bemerkbar.
Nijman gewann 2026 bereits sechs Players Championship Turniere und zwei Events auf der European Tour. Auch wenn sein letzter Titel inzwischen einige Monate zurückliegt, reicht dieser starke Lauf weiterhin für Platz eins.
Ross Smith folgt mit 234.500 Pfund auf Rang zwei. Dahinter stehen Luke Woodhouse mit 192.500 Pfund und Chris Dobey mit 186.500 Pfund.
Pro Tour Order of Merit Top 10
| Rang | Spieler | Preisgeld |
|---|---|---|
| 1 | Wessel Nijman | £319.750 |
| 2 | Ross Smith | £234.500 |
| 3 | Luke Woodhouse | £192.500 |
| 4 | Chris Dobey | £186.500 |
| 5 | Kevin Doets | £181.750 |
| 6 | Jermaine Wattimena | £174.250 |
| 7 | Nathan Aspinall | £161.500 |
| 8 | Krzysztof Ratajski | £153.500 |
| 9 | Danny Noppert | £145.250 |
| 10 | Stephen Bunting | £129.000 |
Gerade die Namen in der Spitzengruppe zeigen, wie stark regelmäßige Pro Tour Teilnahme belohnt wird.
Luke Littler nur auf Rang 27
Besonders auffällig ist die Position von Luke Littler.
Der Weltranglistenerste steht in der Pro Tour Order of Merit lediglich auf Platz 27 mit 102.000 Pfund.
Das wirkt auf den ersten Blick überraschend, hat aber einen einfachen Grund.
Littler hat 2026 nur sehr wenige Pro Tour Turniere gespielt. Bei den Players Championships trat er lediglich zweimal an, dazu kamen drei Events auf der European Tour.
Seine Bilanz bei diesen wenigen Starts ist trotzdem stark. Littler gewann zwei seiner drei European Tour Auftritte.
Die Rangliste zeigt deshalb nicht, dass Littler sportlich nur der 27. beste Spieler wäre. Sie zeigt vielmehr, wie wenig Turniere er im Vergleich zu vielen Konkurrenten gespielt hat.
Michael van Gerwen nur einen Platz vor Littler
Ähnlich ungewöhnlich sieht es bei Michael van Gerwen aus.
Der Niederländer liegt mit 103.750 Pfund auf Rang 26 und damit nur einen Platz vor Littler.
Für einen Spieler, der über viele Jahre praktisch jede wichtige Rangliste dominierte, ist das ein ungewohntes Bild.
Van Gerwen hat 2026 zwar Turniere gewonnen, konnte auf der Pro Tour aber nicht die Konstanz früherer Jahre erreichen.
Nach seinem frühen Aus beim World Grand Prix gegen Ryan Joyce bleibt seine Saison ohnehin wechselhaft. An guten Tagen spielt Van Gerwen weiterhin auf höchstem Niveau, doch diese Leistungen kommen derzeit nicht regelmäßig genug.
Humphries und Van Veen außerhalb der Top 10
Auch Luke Humphries findet sich weiter hinten wieder.
Der Engländer liegt mit 124.000 Pfund auf Rang 14. Direkt dahinter folgt Gian van Veen mit 123.750 Pfund auf Platz 15.
Bei Humphries spielt ebenfalls die Zahl der Starts eine wichtige Rolle. Er nahm nur an einem Teil der verfügbaren Pro Tour Events teil, gewann dabei aber gleich mehrere Turniere.
Van Veen spielte deutlich häufiger, wartet 2026 auf diesem Circuit jedoch noch auf seinen ersten Titel.
Damit zeigt sich erneut, wie unterschiedlich ein Spieler zu einer guten Position in der Rangliste kommen kann. Manche sammeln konstant Preisgeld über viele Events. Andere spielen weniger, gewinnen dafür aber häufiger.
Niko Springer bester Deutscher
Aus deutscher Sicht steht Niko Springer aktuell am höchsten.
Er belegt mit 91.750 Pfund Rang 29 und liegt damit sogar vor mehreren etablierten Namen.
Martin Schindler folgt mit 82.500 Pfund auf Platz 35. Gabriel Clemens steht auf Rang 41, Max Hopp auf Position 43.
| Rang | Deutscher Spieler | Preisgeld |
|---|---|---|
| 29 | Niko Springer | £91.750 |
| 35 | Martin Schindler | £82.500 |
| 41 | Gabriel Clemens | £61.750 |
| 43 | Max Hopp | £59.250 |
Springers Position bestätigt, wie stark sich seine Saison entwickelt hat. Gerade auf der European Tour hat er mehrfach wichtige Preisgelder gesammelt.
Warum diese Rangliste so wichtig ist
Die Pro Tour Order of Merit basiert auf dem Preisgeld aus Players Championship Turnieren und European Tour Events innerhalb eines rollierenden Zeitraums von 52 Wochen.
Sie spielt eine wichtige Rolle für verschiedene Qualifikationen und Setzungen im PDC Kalender.
Deshalb ist sie nicht mit der normalen PDC Order of Merit zu verwechseln.
Ein Spieler kann in der Weltrangliste sehr weit oben stehen und gleichzeitig in der Pro Tour Rangliste deutlich niedriger platziert sein, wenn er weniger Events spielt.
Genau das sehen wir aktuell bei Littler, Humphries und Van Gerwen.
Noch sechs Events können viel verändern
Die Saison ist auf der Pro Tour noch nicht beendet.
Vier Players Championship Turniere und zwei European Tour Events stehen noch aus. Damit gibt es weiterhin genug Preisgeld, um größere Veränderungen in der Tabelle auszulösen.
Nijmans Vorsprung auf Ross Smith beträgt allerdings mehr als 85.000 Pfund. Damit hat der Niederländer eine hervorragende Ausgangsposition, die Saison als Nummer eins der Pro Tour Order of Merit zu beenden.
Dahinter kann sich dagegen noch einiges verschieben.
Für Darts heute ist gerade dieser Kontrast interessant: Wessel Nijman dominiert die Pro Tour, während einige der größten Stars des Sports deutlich weiter hinten stehen.
Und genau das macht diese Rangliste so spannend. Sie belohnt nicht nur große Namen, sondern vor allem regelmäßige Ergebnisse über die gesamte Saison.








