Dimitri Van den Bergh: WM und Tour Card in Gefahr

Dimitri Van den Bergh unter Druck: WM und Tour Card in Gefahr
Dimitri Van den Bergh steckt wenige Monate vor der Darts WM 2027 in einer schwierigen sportlichen Situation. Der Belgier, der 2020 das World Matchplay und 2024 die UK Open gewann, kämpft inzwischen nicht nur um seine Teilnahme an der Weltmeisterschaft. Nach aktuellem Stand könnte am Saisonende sogar seine Tour Card in Gefahr geraten.
Für einen Spieler, der über Jahre zu den bekanntesten Namen der PDC gehörte, ist das eine ungewohnte Ausgangslage. Van den Bergh steht aktuell auf Rang 46 der PDC Order of Merit und hat 178.000 Pfund Ranking Preisgeld auf seinem Konto. Entscheidend ist jedoch, welche Preisgelder in den kommenden Monaten aus der zweijährigen Wertung herausfallen.
Players Championship 29 bringt keine Wende
Die beiden Players Championship Turniere in Den Bosch sollten für den „Dreammaker“ eigentlich eine neue Chance bieten.
Bei Players Championship 29 endete sein Tag allerdings sofort. Van den Bergh verlor sein Auftaktmatch gegen Kai Gotthardt mit 0:6 und spielte dabei nur einen Average von 75,56 Punkten. Es war bereits sein 15. Erstrundenaus in der diesjährigen Players Championship Saison.
Bei Players Championship 30 trat der Belgier anschließend nicht mehr an. Nach Berichten kehrte er nach Hause zurück, nachdem sich seine ältere Tochter den Arm gebrochen hatte. Damit verpasste er eine weitere Möglichkeit, wichtiges Preisgeld für die ProTour Rangliste zu sammeln.
Der Weg zur Darts WM wird immer schwieriger
Besonders problematisch ist Van den Berghs Situation im Rennen um die Darts WM.
Über die ProTour qualifizieren sich die besten 40 noch nicht anderweitig qualifizierten Spieler für die Weltmeisterschaft. Van den Bergh steht in dieser Wertung aktuell nur auf Rang 76 und hat in dieser Saison 16.750 Pfund gesammelt.
Der letzte provisorische Qualifikationsplatz liegt derzeit bei 29.250 Pfund. Damit fehlen Van den Bergh aktuell 12.500 Pfund. Bei nur noch vier Players Championship Turnieren und wenigen weiteren Qualifikationsmöglichkeiten ist das eine erhebliche Lücke.
Unmöglich ist die Qualifikation noch nicht. Van den Bergh braucht allerdings in den verbleibenden Turnieren deutlich bessere Ergebnisse als in den vergangenen Monaten.
Sollte der direkte Weg über die ProTour nicht gelingen, bleibt später noch der Tour Card Holder Qualifier als letzte Möglichkeit für einen Platz bei der Weltmeisterschaft.
Auch die Tour Card könnte zum Thema werden
Noch größer könnte das Problem nach der Weltmeisterschaft werden.
Van den Bergh steht derzeit auf Platz 46 der normalen PDC Order of Merit. Auf den ersten Blick klingt das komfortabel, denn die Top 64 behalten ihre Tour Card. Doch die Rangliste basiert auf Preisgeldern aus einem Zeitraum von zwei Jahren. Ältere Ergebnisse verschwinden deshalb wieder aus der Wertung.
Nach aktuellen Projektionen droht Van den Bergh durch den Verlust älterer Preisgelder aus den Top 64 zu fallen, wenn er in den verbleibenden Turnieren nicht genügend neues Rankinggeld sammelt.
In diesem Fall wäre sogar eine Rückkehr zur Q School notwendig, um sich die Tour Card erneut zu sichern.
Genau deshalb zählt für den Belgier inzwischen fast jedes Ranking Event.
Ein schwieriges Jahr für den Dreammaker
Van den Bergh hatte 2026 schon früh mit Problemen zu kämpfen. Nach seinem Erstrundenaus bei der Weltmeisterschaft gegen Darren Beveridge folgte eine Saison mit wenigen konstanten Ergebnissen.
Im Sommer kündigte er öffentlich eine Pause an und verzichtete aus gesundheitlichen Gründen auf mehrere ProTour Termine. Bei seiner Rückkehr über den Host Nation Qualifier der Flanders Darts Trophy schaffte er es ebenfalls nicht ins Hauptfeld. Andy Baetens stoppte ihn dort mit 6:2.
Seine aktuelle Position zeigt, wie schnell sich die Situation im professionellen Darts verändern kann.
Van den Bergh war Major Champion, Premier League Spieler und regelmäßiger Teilnehmer der größten PDC Turniere. Jetzt muss er in den kommenden Wochen darum kämpfen, seine Saison überhaupt noch in eine positive Richtung zu drehen.
Die nächsten Turniere werden entscheidend
Noch ist nichts endgültig verloren.
Vier Players Championship Events und weitere Qualifikationsmöglichkeiten bleiben Van den Bergh, um neues Preisgeld zu sammeln. Einige tiefe Runs könnten die Situation schnell verändern.
Doch der Druck wächst.
Für Darts heute wird Dimitri Van den Bergh deshalb in den kommenden Wochen besonders interessant. Es geht inzwischen nicht mehr nur darum, wann der nächste große Titel kommt. Zunächst muss der Belgier verhindern, dass er die Weltmeisterschaft verpasst und seine Position auf der PDC Tour weiter unter Druck gerät.








