Niko Springer gegen Gian van Veen: Große Prüfung in Basel

Niko Springer nach 6:1-Sieg: Jetzt wartet Gian van Veen
Niko Springer hat bei der Swiss Darts Trophy 2026 einen souveränen Auftakt gefeiert. Der Deutsche setzte sich in Basel mit 6:1 gegen Roman Wellinger durch und steht damit in der zweiten Runde.
Dort wartet allerdings eine deutlich größere Aufgabe.
Am Samstag trifft Springer auf Gian van Veen, die aktuelle Nummer drei der Welt und den bestplatzierten niederländischen Spieler der PDC.
Für Springer ist das Duell besonders interessant, weil beide sich in den vergangenen Jahren bereits mehrfach begegnet sind und dabei sehr unterschiedliche Geschichten entstanden.
Springer erledigt seine Pflichtaufgabe
Gegen Roman Wellinger war Springer klarer Favorit.
Der Deutsche musste spielerisch nicht an seine absolute Bestleistung herankommen, um die Partie zu kontrollieren. Entscheidend war vor allem, dass er die Fehler seines Gegners konsequent nutzte.
Wellinger ließ auf den Doppelfeldern zu viele Möglichkeiten liegen.
Springer blieb ruhig, setzte sich früh ab und machte beim Stand von 5:1 mit einem 94er-Finish den Einzug in die nächste Runde perfekt.
Für einen Favoriten ist genau das häufig die wichtigste Aufgabe in Runde eins: nicht unnötig Energie verlieren, keine Nervosität zulassen und die Pflicht erfüllen.
Das gelang Springer.
Gian van Veen ist ein völlig anderes Kaliber
Am Samstag wird die Aufgabe deutlich schwieriger.
Gian van Veen gehört inzwischen zu den besten Spielern der Welt. Der Niederländer steht auf Rang drei der PDC Order of Merit und hat sich 2026 endgültig in der absoluten Spitze etabliert.
Sein Scoring gehört zu den stärksten auf der Tour.
Gerade in kurzen Spielen über sechs Gewinnlegs kann Van Veen enorm gefährlich werden. Wenn er früh ein oder zwei Aufnahmen mit 140 oder 180 Punkten trifft und gleichzeitig seine Doppel nutzt, kann ein Match sehr schnell kippen.
Springer darf sich deshalb keinen langsamen Start leisten.
Das letzte Duell ging an Van Veen
Das zeigte bereits das direkte Duell der beiden beim European Darts Open im Juli.
Van Veen gewann damals mit 6:3.
Bemerkenswert war jedoch die Qualität des Spiels.
Springer spielte einen Durchschnitt von 102,84 Punkten, Van Veen kam auf 101,59.
Trotzdem verlor der Deutsche.
Der Grund lag vor allem in der Anfangsphase. Springer geriet früh mit 0:3 und später mit 1:4 in Rückstand. Gegen einen Spieler auf dem Niveau von Van Veen ist ein solcher Abstand in einem kurzen Spiel nur schwer aufzuholen.
Genau diese Erfahrung dürfte für Basel wichtig sein.
Springer weiß aber auch, wie man Van Veen schlägt
Die Geschichte zwischen beiden hat noch eine andere Seite.
Bei der Hungarian Darts Trophy 2025 traf Springer ebenfalls auf Van Veen.
Damals gewann der Deutsche mit 6:3.
Van Veen spielte dabei sogar einen Durchschnitt von 105,95 Punkten, Springer lag mit 95,74 deutlich darunter.
Trotzdem setzte sich Springer durch.
Dieser Sieg war der Beginn eines außergewöhnlichen Turniers. Springer schlug anschließend unter anderem Damon Heta, Rob Cross und Luke Humphries und gewann am Ende seinen ersten Titel auf der European Tour.
Das zeigt: Springer benötigt nicht zwingend den höheren Durchschnitt, um Van Veen zu schlagen.
Er muss vor allem die entscheidenden Legs gewinnen.
Die Doppel könnten erneut den Unterschied machen
Genau dort liegt wahrscheinlich der Schlüssel für Samstag.
Springers Scoring war in den vergangenen Monaten häufig stark genug, um mit der Weltspitze mitzuhalten.
Die Unterschiede entstanden öfter auf den Doppelfeldern.
Gegen Van Veen in Leverkusen spielte Springer sogar den höheren Durchschnitt, vergab aber wichtige Chancen in den ersten Legs.
Das darf sich in Basel nicht wiederholen.
Van Veen gehört zu den Spielern, die frühe Fehler gnadenlos bestrafen können.
Springer bekommt seine nächste große Prüfung
Für Niko Springer ist das Duell mehr als nur ein weiteres Spiel auf der European Tour.
Er hat 2026 mehrfach gezeigt, dass er gegen Topspieler mithalten kann. Was ihm noch fehlt, sind regelmäßige Siege auf den großen Bühnen gegen Spieler aus der unmittelbaren Weltspitze.
Van Veen ist genau so ein Gegner.
Ein Erfolg würde Springer nicht nur ins Achtelfinale bringen. Er würde auch bestätigen, dass sein starker Saisonverlauf kein Zufall ist.
Nach dem souveränen 6:1 zum Auftakt wartet jetzt die eigentliche Prüfung.
Niko Springer gegen Gian van Veen gehört damit zu den interessantesten Spielen der zweiten Runde in Basel.








