Cameron Menzies nach PC29 Sieg: Herzinfarkt Angst und Wandel

Cameron Menzies nach PC29 Sieg: „Ich dachte, ich hätte einen Herzinfarkt“
Cameron Menzies hat bei der Players Championship 29 in Den Bosch nicht nur sportlich für Schlagzeilen gesorgt. Nach seinem 8:4 Finalsieg gegen Gian van Veen sprach der Schotte offen über einen Moment, der seine Sicht auf Gesundheit und Karriere verändert hat.
Menzies erzählte, dass er im vergangenen Jahr auf einem Flug in die Schweiz ernsthaft glaubte, einen Herzinfarkt zu erleiden. Weil Herzprobleme in seiner Familie vorkommen, ließ er sich anschließend untersuchen. Die Ärzte hätten ihm damals geraten, Gewicht zu verlieren und stärker auf seinen Körper zu achten.
Menzies verändert seinen Alltag
Der heute 37 Jährige erklärte, dass er seine Lebensweise seitdem bewusster beobachtet. In den vergangenen Monaten habe er Gewicht verloren und versuche, bei langen Turniertagen besser auf Ernährung und Flüssigkeit zu achten.
Dabei geht es für ihn nicht um Perfektion. Menzies machte deutlich, wie lang ein Tag auf der PDC Pro Tour sein kann. Wer morgens früh in der Halle ist und erst am Abend um einen Titel spielt, muss über viele Stunden konzentriert bleiben.
Nach seinem Sieg bei Players Championship 29 erzählte er, dass er inzwischen Wasser und Elektrolyte bewusster einplant. Auch beim Essen versucht er, vernünftigere Entscheidungen zu treffen, selbst wenn das im Alltag eines Dartprofis nicht immer einfach ist.
Auch der World Matchplay Vorfall beschäftigt ihn
Das Thema Gesundheit bekam für Menzies später noch einmal eine besondere Bedeutung.
Beim World Matchplay musste er seine Zweitrundenpartie gegen Ross Smith abbrechen, nachdem er sich während des Matches unwohl gefühlt hatte. Anschließend folgten weitere Untersuchungen.
Nach Angaben von Menzies fanden die Ärzte keine schwerwiegende Herzerkrankung. Er verbrachte mehrere Stunden im Krankenhaus, Bluttests und weitere Kontrollen seien weitgehend unauffällig gewesen. Die Mediziner gingen nach seiner Darstellung davon aus, dass Dehydrierung eine wichtige Rolle gespielt haben könnte. Sein Blutdruck sei in der Situation ebenfalls erhöht gewesen.
Für Menzies war das trotzdem ein Warnsignal.
Er weiß inzwischen, dass körperliche Belastung auch im Darts nicht unterschätzt werden darf. Lange Turniertage, Reisen, wenig Schlaf und unregelmäßiges Essen gehören zum Alltag vieler Profis.
Players Championship 29 als sportliche Bestätigung
Umso bemerkenswerter war sein Auftritt in Den Bosch.
Menzies gewann sieben Matches in Folge und holte mit der Players Championship 29 seinen zweiten ProTour Titel des Jahres. Im Finale startete er stark, führte gegen Gian van Veen schnell mit 5:0 und brachte den Sieg schließlich mit 8:4 nach Hause.
Auf dem Weg zum Titel bezwang er unter anderem Wessel Nijman, Jeffrey de Graaf und Kevin Doets.
Für Menzies ist es bereits der vierte PDC Ranglistentitel seiner Karriere. Noch wichtiger ist aber die Entwicklung seiner Saison. Er selbst sagte nach dem Turnier, dass er in diesem Jahr mehr investiert habe als je zuvor und seine aktuelle Position keineswegs als selbstverständlich betrachte.
Cameron Menzies will das Jahr stark beenden
Nach dem Triumph in Den Bosch schaut Menzies bereits auf die nächsten großen Aufgaben.
Die Qualifikation für die Weltmeisterschaft ist gesichert, auch eine Teilnahme am Grand Slam bleibt ein realistisches Ziel. Gleichzeitig geht es für ihn darum, seine starke Form auf der Players Championship Serie zu bestätigen.
Der Sieg bei Players Championship 29 erzählt deshalb mehr als nur die Geschichte eines weiteren Turniertitels.
Menzies hat in den vergangenen Monaten gesundheitlich unangenehme Momente erlebt, seinen Alltag verändert und gleichzeitig sportlich einen Schritt nach vorne gemacht. Gerade deshalb wirkt sein Erfolg in Den Bosch wie eine Bestätigung dafür, dass sich die zusätzliche Arbeit auszahlt.
Für Darts heute ist Cameron Menzies damit aktuell einer der interessantesten Spieler auf der Pro Tour. Nicht nur wegen seiner Ergebnisse, sondern auch wegen der Offenheit, mit der er über die schwierigeren Seiten seines Jahres spricht.








