Martin Schindler gegen Sedlacek: Darts EM-Krimi

Martin Schindler gegen Karel Sedlacek: Darts EM-Krimi in Maastricht
Für Martin Schindler steht bei der Dutch Darts Championship 2026 eine der wichtigsten Begegnungen seiner bisherigen European Tour Saison an. Der deutsche Darts-Profi trifft am Samstag in Maastricht auf Karel Sedlacek. Dabei geht es um weit mehr als den Einzug ins Achtelfinale. Beide Spieler kämpfen um ihre Teilnahme an der European Championship in Dortmund.
Nach den Erstrundenniederlagen von Max Hopp, Ricardo Pietreczko und Niko Springer ist Schindler die letzte deutsche Hoffnung im Turnier. Doch sein Gegner reist mit neuem Selbstvertrauen an. Sedlacek setzte sich am Freitag gegen Callan Rydz mit 6:4 durch und verbesserte damit seine Ausgangslage im Rennen um die letzten EM-Tickets.
Martin Schindler steht vor entscheidendem Duell
Die Partie zwischen Schindler und Sedlacek eröffnet am Samstag um 13:00 Uhr die zweite Runde der Dutch Darts Championship.
Schindler gehört zu den 16 gesetzten Spielern und musste deshalb am Freitag noch nicht antreten. Für ihn ist es die erste Begegnung des Wochenendes.
Der Deutsche hat auf der European Tour zuletzt eine schwierige Phase erlebt. Mehrfach endeten seine Turniere bereits nach dem ersten Auftritt. In Maastricht möchte er diese Serie beenden und gleichzeitig wichtige Ranglistenpositionen verteidigen.
Besonders brisant ist die Ausgangslage in der European Tour Order of Merit. Nur die besten 32 Spieler dieser Rangliste qualifizieren sich für die Darts Europameisterschaft vom 22. bis 25. Oktober in Dortmund.
Schindler befindet sich im Bereich der letzten Qualifikationsplätze. Sedlacek gehört zu seinen unmittelbaren Konkurrenten. Das direkte Aufeinandertreffen könnte deshalb erhebliche Auswirkungen auf die endgültige Teilnehmerliste haben.
Karel Sedlacek überzeugt mit sieben 180ern gegen Callan Rydz
Sedlacek hat bereits gezeigt, dass er in Maastricht gefährlich werden kann. Gegen Callan Rydz gewann der Tscheche am Freitag mit 6:4 und warf dabei beeindruckende sieben 180er.
Der Sieg war für ihn auch persönlich besonders: Er hatte zuvor noch nie gegen Rydz gewonnen.
Nach dem Match zeigte sich Sedlacek erleichtert und erklärte, dass er seine Chancen diesmal besser genutzt habe. Mit Blick auf Schindler kündigte er an, für die nächste Herausforderung bereit zu sein.
Sein Erfolg hat unmittelbare Auswirkungen auf die EM-Qualifikation. Durch das zusätzliche Preisgeld konnte er den Rückstand auf die entscheidenden Ranglistenplätze reduzieren und seine Chancen auf Dortmund verbessern.
Für Schindler bedeutet das eine unangenehme Ausgangslage: Sein Gegner hat bereits ein erfolgreiches Match absolviert und geht mit viel Selbstvertrauen in die Begegnung.
Drei Deutsche bereits ausgeschieden
Dass Schindler unter besonderer Beobachtung steht, liegt auch am enttäuschenden Freitag aus deutscher Sicht.
Alle drei ungesetzten deutschen Teilnehmer verloren ihre Auftaktspiele im entscheidenden elften Leg.
| Deutscher Spieler | Gegner | Ergebnis |
|---|---|---|
| Max Hopp | Andrew Gilding | 5:6 |
| Ricardo Pietreczko | Heine Uuldriks | 5:6 |
| Niko Springer | Scott Williams | 5:6 |
Besonders bitter war die Niederlage von Ricardo Pietreczko. Trotz eines Averages von 101,74 Punkten musste sich der Deutsche dem niederländischen Qualifikanten Heine Uuldriks geschlagen geben.
Auch für Niko Springer verlief das Turnier enttäuschend. Der Mainzer hatte 2025 noch das Finale erreicht, scheiterte diesmal aber bereits in der ersten Runde.
Nun liegt es an Schindler, für den ersten deutschen Matchsieg in Maastricht zu sorgen.
Michael van Gerwen und Gian van Veen greifen ebenfalls ein
Neben Schindler starten am Samstag weitere prominente Spieler in das Turnier.
Vor allem die niederländischen Fans dürfen sich auf die Auftritte von Michael van Gerwen und Gian van Veen freuen. Beide gehören zu den wichtigsten Titelkandidaten.
Die interessantesten Begegnungen der zweiten Runde:
| Begegnung | Session |
|---|---|
| Martin Schindler – Karel Sedlacek | Nachmittag |
| Wessel Nijman – Jeffrey de Graaf | Nachmittag |
| Danny Noppert – Dave Chisnall | Nachmittag |
| Gerwyn Price – Scott Williams | Abend |
| Gian van Veen – Sebastian Bialecki | Abend |
| Michael van Gerwen – William O’Connor | Abend |
| Jonny Clayton – Damon Heta | Abend |
| Nathan Aspinall – Michael Smith | Abend |
Besonders interessant ist auch das Duell zwischen Nathan Aspinall und Michael Smith. Der ehemalige Weltmeister Smith gewann am Freitag mit 6:5 gegen Stephen Burton und kämpft weiterhin um seine Qualifikation für die Europameisterschaft.
Was bedeutet die zweite Runde für die Darts EM?
Die Dutch Darts Championship ist das letzte European Tour Turnier des Jahres. Nach dem Finale am Sonntag steht die endgültige European Tour Order of Merit fest.
Das Turnier ist mit insgesamt 230.000 Pfund dotiert. Der Sieger erhält 35.000 Pfund, ein Achtelfinalist mindestens 5.000 Pfund.
Für die Ranglistenberechnung ist besonders wichtig, dass gesetzte Spieler ihr Auftaktmatch gewinnen müssen, damit das garantierte Preisgeld angerechnet wird.
Ein Sieg gegen Sedlacek wäre für Schindler deshalb ein wichtiger Schritt. Gleichzeitig würde er einen direkten Konkurrenten im Kampf um die EM-Startplätze ausschalten.
Eine Niederlage könnte ihn dagegen in eine schwierige Situation bringen. Dann wäre der Deutsche auf die Ergebnisse anderer Spieler angewiesen.
Kann Martin Schindler die deutsche Negativserie beenden?
Für Schindler bietet Maastricht die Möglichkeit, gleich zwei Probleme auf einmal zu lösen.
Mit einem Sieg könnte er seine schwache European Tour Serie beenden und seine Chancen auf einen Startplatz bei der Heim-EM verbessern.
Sedlacek hat jedoch bereits bewiesen, dass er in guter Form ist. Seine sieben 180er gegen Rydz verdeutlichen, welches Scoringpotenzial der Tscheche besitzt.
Das Duell Schindler gegen Sedlacek gehört damit zu den wichtigsten Begegnungen der zweiten Runde. Für beide steht nicht nur das Weiterkommen in Maastricht, sondern möglicherweise auch die Teilnahme an einem der bedeutendsten PDC-Turniere des Herbstes auf dem Spiel.








