Dimitri Van den Bergh Darts: Karriere, Erfolge und Profil

Dimitri Van den Bergh im Profil: Major-Titel, Karriere und der Kampf zurück zur alten Stärke
Dimitri Van den Bergh: Karriere und Erfolge von „The Dreammaker“
Dimitri Van den Bergh gehört zu den erfolgreichsten belgischen Dartspielern der PDC-Geschichte. Der Rechtshänder aus Antwerpen gewann mit dem World Matchplay 2020 und dem UK Open 2024 zwei große Major-Titel, stand in weiteren TV-Finals und erreichte 2021 zwischenzeitlich Platz fünf der PDC-Weltrangliste. Dazu kommen zwei World-Series-Titel, drei Players-Championship-Siege und zwei Titel bei der PDC World Youth Championship.
Sein Karriereweg verlief allerdings alles andere als gleichmäßig. Nach Jahren in der absoluten Weltspitze folgte ab 2025 eine schwierige Phase. Van den Bergh legte zeitweise eine Pause vom professionellen Darts ein, um sich um seine Gesundheit und sein Wohlbefinden zu kümmern. Später sprach er auch offen darüber, dass er zeitweise seinen Wurf nicht mehr kontrollieren konnte und die Freude am Spiel verloren hatte.
2026 versucht „The Dreammaker“, wieder an seine stärksten Jahre anzuknüpfen. Stand 25. September 2026 liegt er auf Platz 46 der PDC World Rankings mit £178.000 relevantem Preisgeld. Die aktuelle Lage ist dennoch angespannt: Van den Bergh steht im Rennen um die nächste PDC World Championship unter Druck und muss gleichzeitig darauf achten, seinen Platz innerhalb der Top 64 langfristig abzusichern.
Dimitri Van den Bergh im Überblick
| Kategorie | Information |
|---|---|
| Vollständiger Name | Dimitri Barbara P. Van den Bergh |
| Spitzname | The Dreammaker |
| Geburtsdatum | 8. Juli 1994 |
| Alter | 32 Jahre |
| Geburtsort | Antwerpen, Belgien |
| Nationalität | Belgien |
| Wurfhand | Rechts |
| Darts | Target Signature, 22 Gramm |
| Walk-on-Song | „Play Hard“ von David Guetta feat. Ne-Yo & Akon |
| PDC World Ranking | Platz 46, Stand 25. September 2026 |
| Höchste Weltranglistenposition | Platz 5 |
| PDC Major-Titel | 2 |
| World Matchplay | Sieger 2020 |
| UK Open | Sieger 2024 |
| World Series Titel | 2 |
| Players Championship Titel | 3 |
| World Youth Championship | Sieger 2017 und 2018 |
| PDC World Championship | Halbfinale 2023 |
| Registrierte Neun-Darter | 6 |
Van den Bergh spielt mit Target Signature Darts und verwendet aktuell „Play Hard“ als Walk-on-Song. Sein Spitzname „The Dreammaker“ begleitet ihn schon seit seiner Jugendkarriere und ist heute fest mit seinem Bühnenauftritt verbunden.
Die wichtigsten Titel und Erfolge von Dimitri Van den Bergh
| Jahr | Titel oder Erfolg | Ergebnis |
|---|---|---|
| 2026 | PDC World Ranking | Aktuell Platz 46 |
| 2026 | Baltic Sea Darts Open | 2. Runde |
| 2026 | World Cup of Darts | Achtelfinale mit Mike De Decker |
| 2025 | World Masters | Halbfinale |
| 2025 | World Masters | Neun-Darter gegen Michael van Gerwen |
| 2024 | UK Open | Sieger |
| 2024 | Players Championship 12 | Sieger |
| 2024 | World Grand Prix | Halbfinale |
| 2024 | World Matchplay | Neun-Darter gegen Martin Schindler |
| 2023 | PDC World Championship | Halbfinale |
| 2022 | Nordic Darts Masters | Sieger |
| 2022 | Dutch Darts Masters | Sieger |
| 2021 | World Matchplay | Finalist |
| 2021 | World Series of Darts Finals | Finalist |
| 2021 | Players Championship 12 | Sieger |
| 2021 | Players Championship 24 | Sieger |
| 2020 | World Matchplay | Sieger |
| 2018 | World Youth Championship | Sieger |
| 2018 | Grand Slam of Darts | Neun-Darter |
| 2017 | World Youth Championship | Sieger |
Seine beiden größten Titel sind der World Matchplay 2020 und das UK Open 2024. Dazu kommen die World-Series-Siege bei den Nordic Darts Masters und Dutch Darts Masters 2022 sowie drei Players-Championship-Titel.
2026: Eine schwierige Saison mit wachsendem Druck
Die Saison 2026 ist bislang eine der kompliziertesten Phasen in der Karriere von Dimitri Van den Bergh.
Nach seinem frühen Aus bei der PDC World Championship konnte er auf der ProTour nur selten an seine früheren Leistungen anknüpfen. Zahlreiche Erstrundenniederlagen sorgten dafür, dass er in der ProTour-Rangliste deutlich zurückfiel.
Ein gutes Zeichen gab es Ende Mai bei den Baltic Sea Darts Open. Van den Bergh gewann sein Auftaktmatch gegen Alan Soutar mit 6:2 und feierte damit seinen ersten Sieg auf einer European-Tour-Bühne seit mehr als einem Jahr. In der folgenden Runde verlor er knapp mit 5:6 gegen Gian van Veen.
Van den Bergh erklärte in dieser Phase, dass er seinen Wurf zeitweise praktisch verloren habe. Spannungen im Arm und in den äußeren Fingern hätten dazu geführt, dass er den Dart nicht mehr kontrolliert freigeben konnte. Nach vielen Monaten Arbeit versuchte er, seinen natürlichen Bewegungsablauf wiederzufinden.
Fast drei Monate ohne ProTour-Match
Nach Players Championship 22 im Juni zog sich Van den Bergh erneut vom PDC-Circuit zurück.
Sein damaliges Match gegen Jonny Clayton endete mit einer deutlichen 0:6-Niederlage. Van den Bergh spielte dabei nur einen Average im mittleren 70er-Bereich.
Danach verzichtete er auf mehrere Players-Championship-Blöcke und weitere Turniere. Erst im September kehrte er beim Host Nation Qualifier für die Flanders Darts Trophy in Antwerpen zurück.
Der Zeitpunkt war besonders emotional, weil die Veranstaltung in seiner Heimatstadt stattfand.
Van den Bergh gewann zunächst zwei Matches, verpasste die Qualifikation aber nach einer 2:6-Niederlage gegen Andy Baetens.
Players Championship 29: 0:6 gegen Kai Gotthardt
Am 22. September 2026 folgte schließlich die Rückkehr auf die reguläre Players Championship Tour.
Van den Bergh traf bei Players Championship 29 in Den Bosch auf den Deutschen Kai Gotthardt.
Das Match verlief allerdings enttäuschend.
Van den Bergh verlor mit 0:6 und spielte lediglich einen Average von 75,56 Punkten. Es war bereits seine 15. Erstrundenniederlage auf der Players Championship 2026. Auf dem Floor blieb er damit zum fünften Mal in Folge ohne Sieg.
Das Ergebnis war besonders bitter, weil Van den Bergh dringend Preisgeld für die WM-Qualifikation benötigt.
Players Championship 30: Rückzug aus familiären Gründen
Einen Tag später sollte Van den Bergh erneut in Den Bosch antreten.
Dazu kam es jedoch nicht.
Seine älteste Tochter hatte sich den Arm gebrochen, woraufhin Van den Bergh das Turnier verließ und zu seiner Familie zurückkehrte.
Damit fiel eine weitere wichtige Möglichkeit weg, Preisgeld für die ProTour Order of Merit und die WM-Qualifikation zu sammeln.
Auch die Dutch Darts Championship 2026 verpasst
Am 24. September ging es in Den Bosch mit dem Tour Card Holder Qualifier für die Dutch Darts Championship weiter.
Van den Bergh gehörte zum Teilnehmerfeld, konnte sich aber nicht für das Turnier in Maastricht qualifizieren.
Damit fehlt Van den Bergh bei einem weiteren European-Tour-Turnier, das für seine Ranglistenposition wichtig gewesen wäre.
Die WM-Qualifikation steht auf der Kippe
Die aktuelle Situation in der Dimitri-Van-den-Bergh-Karriere ist deshalb ungewöhnlich ernst.
Stand Ende September liegt er im ProTour-Rennen um die Weltmeisterschaft deutlich außerhalb der direkten Qualifikationsplätze.
Nach Players Championship 29 hatte Van den Bergh 2026 erst £16.750 auf der entsprechenden ProTour-Wertung gesammelt. Damit lag er auf Rang 76 und rund £12.500 hinter dem letzten provisorischen WM-Qualifikationsplatz.
Es bleiben nur noch wenige Players-Championship-Turniere und European-Tour-Qualifier.
Sollte er den Rückstand nicht aufholen, bleibt als letzte Chance der Tour Card Holder Qualifier für die PDC World Championship.
Für einen zweifachen Major-Sieger wäre das eine außergewöhnliche Situation.
Auch die Tour Card ist nicht mehr selbstverständlich
Auf den ersten Blick wirkt Platz 46 der Weltrangliste komfortabel.
Die PDC Order of Merit basiert allerdings auf einem rollierenden Zweijahreszeitraum.
Ein erheblicher Teil von Van den Berghs aktuellem Preisgeld stammt noch aus den Jahren 2024 und 2025. Sobald ältere Preisgelder aus der Wertung fallen, könnte seine Position deutlich schlechter werden.
Aktuell steht er bei £178.000 und auf Rang 46. Gleichzeitig liegt er in der Tour-Card-Race-Wertung deutlich näher an der kritischen Top-64-Grenze.
Sollte Van den Bergh zum Saisonende außerhalb der Top 64 landen und keine andere Tour-Card-Berechtigung besitzen, könnte sogar eine Rückkehr zur Q-School notwendig werden.
Nach Jahren als Top-10-Spieler wäre das ein enormer Rückschritt.
PDC World Championship 2026: Frühes Aus gegen Darren Beveridge
Schon die letzte Weltmeisterschaft verlief enttäuschend.
Van den Bergh ging als gesetzter Spieler in die PDC World Championship 2026 und traf in seinem ersten Match auf Darren Beveridge.
Der Schotte gewann überraschend klar mit 3:0 nach Sätzen.
Damit war die Weltmeisterschaft für den Belgier bereits nach seinem ersten Match beendet.
Das frühe Aus passte zu einer schwierigen Phase, in der Van den Bergh immer stärker mit seinem Wurf und seinem Selbstvertrauen zu kämpfen hatte.
2025: Der erste große Einschnitt
Die Probleme hatten bereits 2025 begonnen.
Van den Bergh startete das Jahr eigentlich stark.
Beim World Masters spielte er sich bis ins Halbfinale. Dabei gelang ihm im Achtelfinale gegen Michael van Gerwen sogar ein Neun-Darter.
Es war bereits der sechste offiziell registrierte perfekte Leg seiner Karriere und der dritte bei einem großen TV-Turnier.
Doch danach verschlechterten sich die Resultate deutlich.
Im April zog sich Van den Bergh kurz vor einem Players-Championship-Match gegen José de Sousa zurück. Wenig später wurde bekannt, dass er eine längere Pause vom professionellen Darts einlegen würde, um sich auf seine Gesundheit und sein Wohlbefinden zu konzentrieren.
Die Pause 2025: Gesundheit und Familie vor Darts
Van den Bergh machte damals deutlich, dass Darts nicht mehr an erster Stelle stehen könne.
Der Druck der Tour, viele Reisen und die Belastung für seine Familie hatten ihren Tribut gefordert.
Im Juni 2025 kehrte er beim World Cup of Darts zurück und spielte gemeinsam mit Mike De Decker für Belgien.
Van den Bergh erklärte damals aber auch, dass eine vollständige Rückkehr in den alten Vollzeit-Turnierkalender für ihn nicht mehr selbstverständlich sei.
Die Familie sollte stärker im Mittelpunkt stehen.
Diese Entscheidung erklärt auch, warum sein Turnierkalender seitdem deutlich unregelmäßiger geworden ist.
2024: Zweiter Major-Titel beim UK Open
Nur zwei Jahre vor der aktuellen schwierigen Situation hatte Dimitri Van den Bergh einen seiner größten Karriereerfolge gefeiert.
Beim UK Open 2024 spielte er sich bis ins Finale gegen Luke Humphries.
Humphries war zu diesem Zeitpunkt Weltmeister und Weltranglistenerster.
Das Endspiel entwickelte sich zu einem engen Duell.
Beim Stand von 10:10 musste das letzte Leg entscheiden.
Van den Bergh behielt die Nerven und gewann mit 11:10.
Damit holte er seinen zweiten PDC-Major-Titel nach dem World Matchplay 2020.
Players Championship 12: Weiterer Titel 2024
Auch auf der ProTour war Van den Bergh 2024 erfolgreich.
Bei Players Championship 12 in Hildesheim gewann er seinen dritten Titel auf der Players Championship.
Zuvor hatte er bereits 2021 zwei Events dieser Serie gewonnen.
Damit bewies Van den Bergh, dass er nicht nur auf TV-Bühnen, sondern auch auf den Floor-Turnieren komplette Tage gewinnen kann.
World Grand Prix 2024: Halbfinale
Beim World Grand Prix 2024 folgte ein weiterer tiefer Major-Lauf.
Van den Bergh besiegte zunächst Luke Woodhouse, danach Dave Chisnall und im Viertelfinale Joe Cullen.
Damit erreichte er das Halbfinale.
Dort traf er auf seinen Landsmann Mike De Decker.
De Decker gewann mit 5:2 nach Sätzen und holte später überraschend den Titel.
Damit standen erstmals zwei belgische Spieler gleichzeitig in einem Major-Halbfinale.
Neun-Darter beim World Matchplay 2024
Auch beim World Matchplay 2024 sorgte Van den Bergh für einen besonderen Moment.
Gegen Martin Schindler gelang ihm ein perfekter Neun-Darter.
Nach zweimal 180 checkte er 141 über Triple 20, Triple 19 und Doppel 12.
Es war sein zweiter Neun-Darter bei einem großen TV-Turnier.
2023: Halbfinale der PDC World Championship
Eines seiner stärksten Turniere überhaupt spielte Van den Bergh bei der PDC World Championship 2023.
Er erreichte erstmals das Halbfinale im Alexandra Palace.
Damit stand er nur noch einen Sieg vom WM-Finale entfernt.
Im Halbfinale traf er auf Michael van Gerwen.
Der Niederländer dominierte die Partie und gewann klar mit 6:0.
Trotz der deutlichen Niederlage blieb das WM-Halbfinale Van den Berghs bestes Ergebnis bei einer PDC World Championship.
2022: Zwei World-Series-Titel
2022 war Van den Bergh besonders auf der World Series erfolgreich.
Bei den Nordic Darts Masters gewann er seinen ersten World-Series-Titel.
Nur wenige Wochen später folgte bei den Dutch Darts Masters direkt der nächste Erfolg.
Im Finale besiegte er Dirk van Duijvenbode deutlich mit 8:2.
Damit gewann Van den Bergh innerhalb kurzer Zeit zwei internationale Einladungsturniere.
2021: Finale beim World Matchplay
Nach seinem Titel 2020 kehrte Van den Bergh 2021 als Titelverteidiger zum World Matchplay zurück.
Diesmal wurde wieder in den Winter Gardens in Blackpool gespielt.
Der Belgier erreichte erneut das Finale.
Dort traf er auf Peter Wright.
Wright spielte ein überragendes Match und gewann mit 18:9.
Trotz der Niederlage hatte Van den Bergh damit bei seinen ersten beiden World-Matchplay-Teilnahmen jeweils das Finale erreicht.
World Series of Darts Finals 2021
Auch später im Jahr erreichte Van den Bergh ein weiteres großes Endspiel.
Bei den World Series of Darts Finals in Amsterdam spielte er sich bis ins Finale gegen Jonny Clayton.
Clayton gewann mit 11:6.
Van den Bergh beendete 2021 damit mit mehreren tiefen Runs und stand zwischenzeitlich sogar auf Platz fünf der PDC-Weltrangliste.
2020: Der große Durchbruch beim World Matchplay
Der wichtigste Durchbruch seiner Karriere kam 2020.
Van den Bergh nahm erstmals am World Matchplay teil.
Wegen der Pandemie fand das Turnier nicht wie gewohnt in Blackpool, sondern ohne Zuschauer in Milton Keynes statt.
Van den Bergh schlug auf dem Weg ins Finale unter anderem Nathan Aspinall, Joe Cullen, Adrian Lewis und Glen Durrant.
Im Finale wartete Gary Anderson.
Der Belgier spielte eines der besten Matches seiner Karriere und gewann deutlich mit 18:10.
Dabei gelangen ihm mehrere spektakuläre High Finishes, darunter ein 170er-Checkout.
Van den Bergh wurde damit zum ersten Belgier mit einem großen PDC-Major-Titel.
World Youth Champion 2017 und 2018
Schon vor dem World-Matchplay-Triumph war Van den Bergh eines der größten Talente der PDC.
2017 gewann er erstmals die PDC World Youth Championship.
Ein Jahr später verteidigte er den Titel.
Damit wurde Van den Bergh zum ersten Spieler, dem zwei World-Youth-Titel in Folge gelangen.
Gerade diese beiden Erfolge waren ein wichtiger Schritt vom Nachwuchsbereich in Richtung Weltspitze.
Die frühen Jahre
Van den Bergh begann schon als Jugendlicher mit dem Dartspielen.
2012 trat er noch im BDO-System an.
Kurz darauf wechselte er stärker in Richtung PDC Challenge Tour und Development Tour.
Auf der Development Tour gewann er mehrere Events und beendete 2014 die Youth Tour Order of Merit an der Spitze.
Dadurch erhielt er schließlich seine Tour Card und konnte sich dauerhaft auf der professionellen PDC Tour etablieren.
Dimitri Van den Bergh bei der PDC World Championship
Die Weltmeisterschaft brachte Van den Bergh bereits mehrere starke Ergebnisse.
Sein größter Lauf kam 2023 mit dem Halbfinale.
2020 erreichte er außerdem das Viertelfinale.
2021 stand er unter den letzten 16.
In den folgenden Jahren schwankten die Resultate deutlich stärker.
2024 verlor er früh gegen Florian Hempel, 2025 endete sein Turnier gegen Callan Rydz und 2026 folgte die 0:3-Niederlage gegen Darren Beveridge.
Gerade deshalb besitzt die nächste WM-Qualifikation besondere Bedeutung.
Der Spielstil von Dimitri Van den Bergh
Van den Bergh spielt technisch sehr kontrolliert.
Sein Wurf ist vergleichsweise ruhig und sauber, gleichzeitig besitzt er ein hohes Scoring-Potenzial.
Sein höchster registrierter Average liegt bei 116,90 Punkten.
Bei einem großen TV-Turnier erreichte er bereits 114,85 Punkte.
Diese Zahlen zeigen, welches Niveau Van den Bergh in Bestform erreichen kann.
Besonders stark ist außerdem sein Finishing.
Double 20 gilt als eines seiner bevorzugten Doppel.
Van den Bergh hat mehrfach gezeigt, dass er in entscheidenden Legs ruhig bleiben kann.
Der UK-Open-Sieg 2024 gegen Luke Humphries ist dafür eines der besten Beispiele.
Sechs Neun-Darter
Van den Bergh besitzt auch eine beeindruckende Bilanz bei perfekten Legs.
Insgesamt stehen sechs offiziell registrierte Neun-Darter in seiner Karriere.
Drei davon kamen sogar bei großen TV-Turnieren.
2018 gelang ihm beim Grand Slam of Darts ein Neun-Darter gegen Stephen Bunting.
2024 folgte der perfekte Leg gegen Martin Schindler beim World Matchplay.
2025 warf Van den Bergh beim World Masters gegen Michael van Gerwen erneut neun perfekte Darts.
Damit gehört er zu den Spielern, die ihren perfekten Leg mehrfach unter TV-Druck gezeigt haben.
„The Dreammaker“: Spitzname und Bühnenauftritt
Der Spitzname „The Dreammaker“ passt zu Van den Berghs gesamtem Auftreten.
Über viele Jahre gehörte er zu den auffälligsten Bühnenfiguren der PDC.
Beim Walk-on tanzte Van den Bergh häufig auf die Bühne und versuchte, sofort eine Verbindung mit dem Publikum aufzubauen.
Sein aktueller Walk-on-Song ist „Play Hard“ von David Guetta feat. Ne-Yo & Akon.
Gerade während seiner erfolgreichsten Jahre wurde der Tanz vor seinen Matches zu einem festen Teil seines Images.
Die Bedeutung von Dimitri Van den Bergh für das belgische Darts
Van den Bergh hat eine besondere Stellung im belgischen Darts.
Er war der erste Belgier, der einen großen PDC-Major-Titel gewann.
2020 holte er das World Matchplay.
2024 folgte das UK Open.
Auch wenn Mike De Decker inzwischen mit dem World Grand Prix 2024 ebenfalls einen Major gewonnen hat, bleibt Van den Bergh mit zwei großen Einzeltiteln einer der erfolgreichsten belgischen PDC-Spieler überhaupt.
Dazu kommen ein WM-Halbfinale, World-Series-Titel und mehrere große Endspiele.
Die aktuelle Ranglistensituation
Stand 25. September 2026 liegt Dimitri Van den Bergh auf Platz 46 der PDC Order of Merit.
Sein relevantes Preisgeld beträgt £178.000.
Auf den ersten Blick ist der Abstand zur Top-64-Grenze noch vorhanden.
Das Problem liegt jedoch im rollierenden Zweijahres-Ranking.
In den kommenden Monaten fallen ältere Preisgelder aus seiner Wertung.
Gleichzeitig hat Van den Bergh 2026 bislang nur wenig neues Ranglistenpreisgeld gesammelt.
Dadurch könnte die Situation zum Jahresende deutlich kritischer werden.
Der nächste Schritt: WM retten und Tour Card sichern
Für Van den Bergh geht es in den letzten Monaten 2026 um weit mehr als nur einzelne Turnierergebnisse.
Zunächst braucht er dringend Preisgeld für die Qualifikation zur PDC World Championship.
Danach geht es darum, die Top 64 der Weltrangliste zu verteidigen.
Sollte beides nicht gelingen, wäre sogar eine Rückkehr zur Q-School möglich.
Für einen Spieler, der noch 2021 Nummer fünf der Welt war und 2024 ein Major gewann, wäre das eine enorme Veränderung.
Gleichzeitig zeigt seine Karriere, dass er bereits mehrfach schwierige Situationen überwunden hat.
Fazit: Der „Dreammaker“ steht vor einer entscheidenden Phase seiner Karriere
Dimitri Van den Bergh hat bereits eine Karriere erreicht, von der die meisten Profis nur träumen können.
Er wurde zweimal World Youth Champion.
2020 gewann er das World Matchplay.
2021 stand er erneut im Matchplay-Finale und erreichte Platz fünf der Welt.
2022 folgten zwei World-Series-Titel.
2023 erreichte er das Halbfinale der PDC World Championship.
2024 gewann er das UK Open und stand später im Halbfinale des World Grand Prix.
Danach änderte sich seine Karriere jedoch deutlich.
2025 folgte eine längere Pause aus gesundheitlichen und persönlichen Gründen.
2026 kämpft Van den Bergh weiter mit seiner Form und seinem Wurf.
Der 0:6-Rückschlag bei Players Championship 29, der Rückzug von Players Championship 30 aus familiären Gründen und die verpasste Dutch-Darts-Championship-Qualifikation zeigen, wie schwierig die aktuelle Situation ist.
Mit Platz 46 der Welt ist Dimitri Van den Bergh weiterhin ein großer Name auf der PDC Tour.
Doch für „The Dreammaker“ geht es jetzt darum, seinen eigenen Traum von einer langen Karriere in der Weltspitze wieder neu aufzubauen.








