Flanders Darts Trophy 2026: Heta schlägt Van Gerwen

Flanders Darts Trophy 2026: Heta wirft Van Gerwen raus
Die Flanders Darts Trophy 2026 hat ihren nächsten großen Namen verloren. Damon Heta setzte sich am Samstagabend mit 6:5 gegen Michael van Gerwen durch und erreichte das Achtelfinale. Nathan Aspinall lieferte beim 6:1 gegen Niko Springer die stärkste Vorstellung des Tages. Für die drei deutschen Spieler endete das European-Tour-Turnier dagegen bereits in der zweiten Runde.
Neben Van Gerwen musste auch Josh Rock überraschend die Heimreise antreten. Stephen Bunting überstand ein enges Duell mit Brendan Dolan, während Gerwyn Price, Gian van Veen, James Wade und Wessel Nijman ihre Aufgaben lösten.
Damon Heta gewinnt erneut im Entscheidungsleg
Damon Heta hatte bereits am Freitag für eines der spannendsten Spiele der Flanders Darts Trophy gesorgt. Gegen Beau Greaves verspielte der Australier beinahe einen deutlichen Vorsprung, behielt im Entscheidungsleg aber die Nerven und gewann mit 6:5.
Nur einen Tag später wiederholte sich die Geschichte. Auch gegen Michael van Gerwen ging die Partie über die komplette Distanz. Erneut hatte Heta im elften Leg die bessere Antwort.
Mit seinem 6:5-Erfolg warf er einen der größten Titelfavoriten aus dem Turnier. Van Gerwen muss damit weiter auf seinen ersten European-Tour-Titel der Saison warten. Für Heta geht es am Sonntag gegen Luke Woodhouse weiter.
Der Australier hat in Antwerpen bisher keinen dominanten Auftritt benötigt. Entscheidend war vielmehr seine Ruhe in den wichtigen Momenten. Zwei Spiele, zwei Entscheidungslegs und zwei Siege machen ihn zu einem der interessantesten Spieler vor dem Finaltag.
Aspinall setzt das stärkste Zeichen des Tages
Nathan Aspinall zeigte am Samstagabend, dass er bei der Vergabe des Titels eine große Rolle spielen kann. Der Engländer besiegte Niko Springer mit 6:1 und spielte einen Average von fast 106 Punkten.
Springer hatte am Freitag noch deutlich mit 6:1 gegen Jaimy Jacobs gewonnen. Gegen Aspinall bekam der Deutsche jedoch kaum Möglichkeiten. Der Favorit bestimmte das Tempo, punktete konstant und beendete die Partie, bevor Springer ernsthaft Druck aufbauen konnte.
Aspinall trifft im Achtelfinale auf Stephen Bunting. Es ist eines der stärksten Duelle des Sonntagnachmittags. Bunting musste gegen Brendan Dolan deutlich mehr kämpfen. Erst im Entscheidungsleg machte er seinen 6:5-Sieg perfekt.
Für Bunting war das Ergebnis besonders wichtig. Die Flanders Darts Trophy zählt für die European Tour Order of Merit und damit für die Qualifikation zur European Championship in Dortmund. Jeder weitere Sieg kann in dieser Phase der Saison einen großen Unterschied machen.
Alle deutschen Spieler scheiden aus
Aus deutscher Sicht brachte der zweite Turniertag keine guten Nachrichten. Martin Schindler, Gabriel Clemens und Niko Springer verloren ihre Spiele. Damit findet der Finaltag ohne deutsche Beteiligung statt.
Schindler unterlag Rob Cross mit 4:6. Der Engländer hatte bereits am Freitag mit einem starken Auftritt gegen Cristo Reyes überzeugt und bestätigte seine gute Form. Im Achtelfinale wartet James Wade, der Jim Long souverän mit 6:2 besiegte.
Gabriel Clemens traf auf den topgesetzten Gian van Veen. Der Deutsche hatte sich durch ein 6:4 gegen Cameron Menzies für die zweite Runde qualifiziert, konnte Van Veen dort aber nicht entscheidend unter Druck setzen. Der Niederländer gewann mit 6:3 und spielt am Sonntag gegen Kevin Doets.
Für Springer war Aspinall eine Nummer zu groß. Nach dem 1:6 blieb ihm keine realistische Chance auf das Weiterkommen. Damit endete ein Turniertag, an dem alle drei verbliebenen deutschen Spieler ausschieden.
Ryan Joyce überrascht Josh Rock
Michael van Gerwen war nicht der einzige prominente Spieler, der die zweite Runde nicht überstand. Josh Rock verlor überraschend mit 3:6 gegen Ryan Joyce.
Joyce hatte am Freitag gegen Stephen Burton noch alle elf Legs benötigt. Gegen Rock zeigte er eine deutlich stabilere Leistung und nutzte seine Möglichkeiten konsequent. Im Achtelfinale trifft er auf Jermaine Wattimena, der Karel Sedláček mit 6:3 besiegte.
Auch Kevin Doets sorgte für eine Überraschung. Nach seinem klaren Auftaktsieg gegen James Hurrell bezwang er Krzysztof Ratajski mit 6:5. Doets bestätigt damit seine starke Saison und steht vor einem interessanten Duell mit Gian van Veen.
Gerwyn Price ließ gegen Bradley Brooks wenig anbrennen. Der Waliser gewann mit 6:3 und trifft nun auf Ross Smith. Smith setzte sich mit 6:2 gegen Jeffrey de Graaf durch.
Die Favoriten bleiben unter Druck
Neben Van Veen, Price, Wade und Aspinall erreichten auch Danny Noppert, Ryan Searle, Chris Dobey und Wessel Nijman den Finaltag.
Dobey feierte mit einem 6:1 gegen Niels Zonneveld den deutlichsten Sieg der Nachmittagssession. Searle gewann mit 6:2 gegen Andy Baetens. Noppert bezwang Chris Landman ebenfalls klar mit 6:2.
Wessel Nijman musste gegen Sebastian Białecki härter arbeiten. Der Niederländer setzte sich mit 6:4 durch und spielt im Achtelfinale gegen Noppert. Białecki hatte am Freitag Kim Huybrechts in einem Entscheidungsleg ausgeschaltet, konnte seinen Lauf aber nicht fortsetzen.
Da Titelverteidiger Luke Littler nicht in Antwerpen antritt, steht bereits fest, dass die Flanders Darts Trophy 2026 einen neuen Champion bekommt. Nach dem Aus von Van Gerwen und Rock ist der Titelkampf noch offener geworden.
Flanders Darts Trophy 2026 Ergebnisse vom 12. September
| Sieger | Ergebnis | Verlierer |
|---|---|---|
| Kevin Doets | 6:5 | Krzysztof Ratajski |
| Jermaine Wattimena | 6:3 | Karel Sedláček |
| Rob Cross | 6:4 | Martin Schindler |
| Danny Noppert | 6:2 | Chris Landman |
| Ryan Searle | 6:2 | Andy Baetens |
| Chris Dobey | 6:1 | Niels Zonneveld |
| Luke Woodhouse | 6:3 | William O’Connor |
| Ross Smith | 6:2 | Jeffrey de Graaf |
| Ryan Joyce | 6:3 | Josh Rock |
| Gerwyn Price | 6:3 | Bradley Brooks |
| James Wade | 6:2 | Jim Long |
| Gian van Veen | 6:3 | Gabriel Clemens |
| Damon Heta | 6:5 | Michael van Gerwen |
| Nathan Aspinall | 6:1 | Niko Springer |
| Stephen Bunting | 6:5 | Brendan Dolan |
| Wessel Nijman | 6:4 | Sebastian Białecki |
Achtelfinale am 13. September
Am Sonntag fällt in Antwerpen die Entscheidung. Zunächst werden am Nachmittag die acht Achtelfinals gespielt. Am Abend folgen Viertelfinale, Halbfinale und Finale.
Gian van Veen trifft auf Kevin Doets. Danach spielen Ryan Searle gegen Chris Dobey und Ryan Joyce gegen Jermaine Wattimena. Gerwyn Price bekommt es mit Ross Smith zu tun.
James Wade trifft auf Rob Cross, während Danny Noppert gegen Wessel Nijman spielt. Damon Heta setzt seine Jagd nach dem Titel gegen Luke Woodhouse fort. Den Abschluss der Achtelfinals bildet das Duell zwischen Stephen Bunting und Nathan Aspinall.
Wer Darts heute verfolgen möchte, bekommt damit einen langen und offenen Finaltag. Van Veen, Price, Aspinall und Wade gehören weiterhin zu den Favoriten. Nach den bisherigen Ergebnissen der Flanders Darts Trophy sollte jedoch niemand mit einem einfachen Weg zum Titel rechnen.









