Luke Littler jagt den Titel bei der European Championship 2026

European Championship 2026: Luke Littler springt auf Platz vier und jagt den letzten großen Titel
Luke Littler hat mit seinem Triumph bei den Czech Darts Open 2026 nicht nur eine weitere Trophäe gewonnen. Der Erfolg in Prag hat seine Ausgangslage im Rennen um die European Championship 2026 komplett verändert. In der European Tour Order of Merit kletterte der Engländer vom 20. direkt auf den vierten Platz.
Mit nun 75.000 Pfund liegt Littler nur noch hinter Ross Smith, Wessel Nijman und Krzysztof Ratajski. Damit ist dem Weltranglistenersten die Teilnahme an der European Championship in Dortmund praktisch nicht mehr zu nehmen. Dort wartet vom 22. bis 25. Oktober genau jener große PDC-Ranglistentitel, der in seiner beeindruckenden Sammlung noch fehlt.
Czech Darts Open verändern Littlers Saison
Littler war mit lediglich 40.000 Pfund Preisgeld nach Prag gereist. Das lag vor allem daran, dass er seit März kein Turnier auf der European Tour mehr gespielt hatte. Während seine Konkurrenten regelmäßig Punkte und Preisgeld sammelten, rutschte „The Nuke“ in der European Tour Order of Merit bis auf Rang 20 ab.
Bei den Czech Darts Open genügte ihm jedoch ein Wochenende, um die Situation grundlegend zu verändern. Der Turniersieg brachte 35.000 Pfund und ließ sein Konto auf 75.000 Pfund anwachsen. Damit zog Littler unter anderem an Nathan Aspinall, Josh Rock, Luke Woodhouse, Danny Noppert und Luke Humphries vorbei.
Seine Rückkehr auf die European Tour begann mit einem 6:4 gegen Niko Springer. Dabei spielte Littler einen Average von 108,59 Punkten. Im Achtelfinale bezwang er Krzysztof Ratajski mit 6:3, bevor er Danny Noppert im Viertelfinale ohne Leggewinn nach Hause schickte.
Auch Michael van Gerwen konnte den Lauf des Weltmeisters nicht stoppen. Littler gewann das Halbfinale mit 7:3 und traf anschließend auf Luke Humphries. Im Finale setzte er sich mit 8:6 durch. Ein Treffer auf die Doppel 10 entschied das Match.
European Tour Order of Merit: Littler plötzlich auf Rang vier
An der Spitze der European Tour Order of Merit steht weiterhin Ross Smith mit 133.000 Pfund. Dahinter folgen Wessel Nijman mit 111.000 Pfund und Krzysztof Ratajski mit 84.500 Pfund. Littler ist mit seinen 75.000 Pfund bereits Vierter.
Nathan Aspinall liegt mit 74.000 Pfund nur knapp hinter ihm. Es folgen Josh Rock mit 71.000 Pfund, Luke Woodhouse mit 68.000 Pfund und Danny Noppert mit 64.000 Pfund. Luke Humphries, Gerwyn Price und Kevin Doets stehen jeweils bei 60.000 Pfund.
Für die European Championship 2026 qualifizieren sich die besten 32 Spieler dieser Rangliste. Das Rennen wird erst nach dem letzten European Tour Turnier entschieden. Nach Prag stehen noch die Flanders Darts Trophy in Antwerpen, die Swiss Darts Trophy in Basel und die Dutch Darts Championship auf dem Programm.
Littlers Vorsprung auf die kritische Zone ist inzwischen so groß, dass sein Platz in Dortmund praktisch gesichert ist. Nun geht es für ihn vor allem darum, seine Position weiter zu verbessern. Die Platzierung ist wichtig, weil die European Tour Order of Merit auch die Setzliste und damit die Paarungen der ersten Runde bestimmt.
Nicht mit der Darts Weltrangliste verwechseln
Der Sprung vom 20. auf den vierten Platz betrifft ausschließlich die European Tour Order of Merit. In der allgemeinen Darts Weltrangliste steht Luke Littler bereits auf Rang eins.
Die PDC Order of Merit, oft auch als Darts Weltrangliste bezeichnet, berücksichtigt das Preisgeld aus allen relevanten Ranglistenturnieren der vergangenen zwei Jahre. Die European Tour Order of Merit zählt dagegen nur die Ergebnisse der 15 European Tour Events des laufenden Jahres.
Littler führt die PDC Weltrangliste mit mehr als drei Millionen Pfund deutlich an. Seine Position in der European Tour Rangliste war bislang nur deshalb ungewöhnlich niedrig, weil er einen großen Teil der Saison auf dieser Turnierserie ausgelassen hatte.
Der letzte fehlende große Ranglistentitel
Die eigentliche Geschichte beginnt für Littler jedoch erst in Dortmund. Die European Championship ist der einzige große im Fernsehen übertragene PDC-Ranglistentitel, den er noch nicht gewonnen hat.
Der Engländer ist bereits zweifacher Weltmeister. Außerdem triumphierte er bei den UK Open, dem World Matchplay, dem World Grand Prix, dem Grand Slam, den Players Championship Finals und dem World Masters. Dazu kommen Erfolge in der Premier League und bei den World Series Finals.
Bei der European Championship blieb der ganz große Erfolg bisher aus. 2025 erreichte Littler nach einem klaren Auftaktsieg gegen Raymond van Barneveld das Achtelfinale. Den Titel gewann damals Gian van Veen mit einem knappen 11:10 im Finale gegen Luke Humphries.
Für Littler bietet sich 2026 nun die nächste Gelegenheit. Aufgrund seiner aktuellen Form und seiner deutlichen Führung in der Darts Weltrangliste wird er in Dortmund zwangsläufig zu den größten Favoriten gehören.
Dortmund wird zum nächsten großen Ziel
Der Sieg in Prag war deshalb mehr als nur Littlers sechster Titel auf der European Tour. Er beseitigte innerhalb eines Wochenendes fast alle Zweifel an der Qualifikation für die European Championship 2026.
Gleichzeitig sendete Littler nach seiner längeren Turnierpause ein deutliches Signal an die Konkurrenz. Er gewann gegen Ratajski, Noppert, Van Gerwen und Humphries. Vier Gegner aus der internationalen Spitze, vier Siege an einem einzigen Tag.
In Dortmund kann Luke Littler nun eine der letzten Lücken in seiner noch jungen Karriere schließen. Die Teilnahme ist nahezu sicher. Die Frage lautet nicht mehr, ob der Weltranglistenerste zur European Championship fährt. Es geht nur noch darum, ob er dort auch den letzten fehlenden großen Ranglistentitel gewinnt.



